Bei minus zwölf Grad kämpften 45 Feuerwehrleute gegen den Brand. Der Einsatz dauerte bis halb drei Uhr morgens an.
Gegen 21 Uhr bemerkten die Bewohner Brandgeruch im Gebäude. Aus mehreren Stellen der Wände drang Rauch, beispielsweise quoll der Qualm aus Lichtschaltern heraus. Das Haus ist in Holzständerbauweise errichtet. Die Gefahr einer schnellen Ausbreitung war groß.
Ein glücklicher Umstand war die zeitgleich stattfindende Jahreshauptversammlung der Feuerwehr-Abteilung Bermaringen. Dadurch waren ausreichend Einsatzkräfte schnell verfügbar. Die Blausteiner Feuerwehr setzte unter anderem mehrere Wärmebildkameras ein. Damit spürten sie eine heiße Stelle in einer Wand im ersten Obergeschoss auf.
Beim Aufhacken der Wand kam Sauerstoff dazu. Kurz loderten offene Flammen auf. Mit wenigen Litern Wasser löschten die Helfer das Feuer sofort. Sie entfernten auch überhitztes Isoliermaterial. Mit gezieltem Sprühnebel kühlten sie die warmen Holzbalken.
In der Wand verläuft ein Kaminrohr. Ein Schornsteinfegermeister, der selbst Feuerwehrmann ist, und ein Fachberater Bau von der Feuerwehr Ulm unterstützten den Einsatzleiter. Ziel war es, möglichst wenig Gebäudeschaden anzurichten.
Die Arbeit zog sich über Stunden hin. Immer wieder überprüften die Feuerwehrleute das ganze Haus mit ihren Wärmebildkameras. Zusätzliche Kräfte kamen aus Wippingen und Bermaringen. Insgesamt waren 45 Feuerwehrleute mit acht Fahrzeugen im Einsatz.
Der Rettungsdienst wurde von ehrenamtlichen Helfern des DRK Ortsverein Blaustein abgelöst. Sie kamen mit einem eigenen Rettungswagen. Verletzt wurde niemand.
Bei minus zwölf Grad froren immer wieder Schläuche und Wasserverteiler ein. Trotzdem blieben immer ausreichend Schläuche einsatzfähig. Nach Einsatzende um 2:30 Uhr mussten die Geräte im Gerätehaus aufgetaut werden. An der Einsatzstelle verteilten die Helfer viel Streusalz gegen die Glätte.
Auch in der Nacht, am Morgen und am Vormittag kontrollierten die Retter das Haus mehrfach mit der Wärmebildkamera. Kurz vor Mittag übergaben sie das Gebäude an den Besitzer. Nun müssen Gutachter und Versicherung klären, welche Schäden entstanden sind.
Die Polizei geht von einem technischen Defekt aus. Dank des schnellen Eingreifens der Feuerwehr blieb es bei einem Schwelbrand.