Die Blutreserven in Baden-Württemberg und Hessen sind auf einem kritischen Stand. Laut dem Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) reichen die Vorräte derzeit für deutlich weniger als drei Tage. Eigentlich müssten Blutkonserven für vier bis fünf Tage auf Lager sein.
Der Grund: Die erste Erkältungswelle und die Herbstferien sorgen dafür, dass weniger Menschen Blut spenden. Gleichzeitig bleibt der Bedarf in den Krankenhäusern hoch. Blut wird etwa nach Unfällen, bei Operationen, Geburten und zur Behandlung von Krebserkrankungen benötigt.
Diese fünf Blutgruppen werden besonders dringend gebraucht
Besonders knapp sind laut DRK aktuell die Blutgruppen 0 negativ, 0 positiv, A negativ, B negativ und AB negativ.
Das Problem: Blut lässt sich nicht künstlich herstellen und ist nur begrenzt haltbar. Blutplättchen, die unter anderem bei Krebstherapien eingesetzt werden, können beispielsweise nur vier Tage aufbewahrt werden.
DRK bittet um Blutspenden
Das Deutsche Rote Kreuz ruft deshalb alle gesunden Menschen dazu auf, möglichst bald einen Blutspendetermin zu vereinbaren.
Allein in Baden-Württemberg und Hessen werden täglich rund 3.000 Blutspenden benötigt. Deutschlandweit sind es sogar etwa 15.000.
Wer gesund ist und die Voraussetzungen erfüllt, kann mit einer Blutspende helfen, die Vorräte wieder aufzufüllen.