Ein junger Mann wurde am Samstagmorgen in Ulm attackiert. Unbekannte verletzten ihn wohl auf dem Gelände der Friedrich-List-Schule schwer. Das 20-jährige Opfer erlitt dabei mehrere Stich- und Schnittverletzungen. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar. Die Ermittler vermuten ein gezieltes Treffen, das eskalierte. Der Mann ist außer Lebensgefahr.
Rettungskräfte versorgten den Verletzten noch in der Nähe des Tatortes. Danach brachten sie ihn zur weiteren Behandlung in eine Klinik. Zuvor hatte sich der Schwerverletzte wohl vom Angriffsort zum Müller-Parkhaus geschleppt. Eine Spur aus Bluttropfen zeigt seinen mutmaßlichen Fluchtweg. Die Polizei sperrte Teile des Schulgeländes ab.
Zahlreiche Polizeikräfte waren sofort im Einsatz. Über soziale Medien gab die Polizei schnell eine Entwarnung. Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Ulm betonte die Faktenlage. „Für Schüler und Lehrkräfte bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr.“ Das Schulgelände sei lediglich der Ort des Geschehens gewesen.
Die Fahndung nach den flüchtigen Tätern läuft auf Hochtouren. Die sichtbaren Bluttropfen führte die Beamten zum Tatort. Die Kriminalpolizei Ulm hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Ein erfahrenes Team von Spezialisten sicherte die Spuren. Dabei kamen auch speziell ausgebildete Hunde aus Karlsruhe zum Einsatz. Diese können Blutspuren verfolgen.
Beamte der Bereitschaftspolizei unterstützten die Suche. Sie durchkämmten Gebüsche, Blumenkübel und Mülleimer in der Umgebung. Bei der Suche wurden Gegenstände gefunden. Diese könnten mit der Tat in Verbindung stehen. Sie werden nun kriminaltechnisch untersucht. Die Polizei befragte zudem Anwohner in den umliegenden Häusern.
Das Motiv für die Gewalttat liegt weiterhin im Dunkeln. Ob es ein versuchter Raub war, ist unklar. Die Ermittler schließen einen eskalierten Streit nicht aus. Nach ersten Erkenntnissen hatten sich die Beteiligten gezielt getroffen. „Unsere Ermittlungen laufen in alle Richtungen“, bekräftigte der Polizeisprecher. Angaben zur Tatwaffe macht die Polizei bisher nicht. Die Behörden hoffen auf Hinweise aus der Bevölkerung.