Boris Palmer soll Baden-Württemberg beim Bürokratieabbau helfen

Özdemir rechnet auch mit unbequemen Vorschlägen

Boris Palmer bekommt einen neuen Job in Stuttgart: Der Tübinger Oberbürgermeister soll der Landesregierung helfen, Bürokratie abzubauen und Verfahren zu vereinfachen. Ministerpräsident Cem Özdemir setzt dabei ausdrücklich auf Palmers direkte Art – auch wenn es für die Regierung unbequem werden könnte.

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer bekommt eine neue Aufgabe: Er soll die Landesregierung in Baden-Württemberg beim Bürokratieabbau beraten. Ministerpräsident Cem Özdemir setzt dabei auf Palmers Erfahrung und seine oft direkte Art.

Zwei Jahre als unabhängiger Berater

Palmer wird für zwei Jahre als unabhängiger Rat für Staatsmodernisierung und Verwaltungsvereinfachung eingesetzt. Das Amt ist beim Staatsministerium in Stuttgart angesiedelt.

Seine Aufgabe: herausfinden, wo der Staat einfacher, schneller und effizienter arbeiten kann. Palmer soll konkrete Vorschläge machen, wie Verwaltungsverfahren beschleunigt und unnötige Vorgaben reduziert werden können.

Özdemir rechnet auch mit unbequemen Vorschlägen

Ministerpräsident Cem Özdemir begründet die Entscheidung mit Palmers Erfahrung und seiner Bereitschaft, Probleme offen anzusprechen. Palmer scheue sich nicht, „den Finger in die Wunde zu legen“, so Özdemir. Dabei könne es für die Landesregierung durchaus auch mal unbequem werden.

Gleichzeitig soll der bisherige Normenkontrollrat zum Ende des Jahres abgeschafft werden. Damit will die Landesregierung Doppelstrukturen vermeiden.

Palmer bleibt Oberbürgermeister von Tübingen

Sein neues Amt übernimmt Boris Palmer zusätzlich zu seiner Arbeit als Oberbürgermeister von Tübingen. Dort ist er seit 2007 im Amt.

Palmer war früher Mitglied der Grünen und saß auch im baden-württembergischen Landtag. 2023 trat er nach mehreren Skandalen aus der Partei aus. Nun soll er als parteiloser Berater dabei helfen, den Staat in Baden-Württemberg einfacher und schneller zu machen.

Das könnte Dich auch interessieren

20.05.2026 Ministerpräsident Özdemir: "Nicht mit dem silbernen Löffel im Mund geboren" Cem Özdemir hat in seiner ersten großen Rede als Ministerpräsident von Baden-Württemberg an seine Herkunft und seinen ungewöhnlichen Weg an die Spitze des Landes erinnert. «Ich bin ein Kind dieses Landes. Aber ich wurde nicht mit dem silbernen Löffel im Mund geboren», sagte der Grünen-Politiker bei seiner ersten Regierungserklärung im Stuttgarter Landtag. Seine Eltern seien 08.05.2026 Wer wird Minister? So könnte Özdemirs Regierung aussehen Die wichtigste Personalie der neuen Landesregierung steht längst fest: Wahlsieger Cem Özdemir will sich am 13. Mai vom Landtag zum neuen Ministerpräsidenten wählen lassen – und damit zum Nachfolger von Langzeit-Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). Aber wie sieht sein neues Kabinett aus? Die CDU will offiziell beim Parteitag am Samstag verkünden, wer Minister oder Ministerin wird, 06.05.2026 Mehr Sicherheit - weniger Bürokratie: Das soll sich in Baden-Württemberg jetzt spürbar ändern Mehr als 160 Seiten ist der neue Koalitionsvertrag zwischen Grünen und CDU dick. Darin stehen zahlreiche Projekte, die sich die neue Landesregierung für die nächsten fünf Jahre vorgenommen hat. Vieles ist zunächst für einzelne Bereiche relevant, manches dürfte aber auch ganz direkte Auswirkungen auf das Leben vieler Menschen im Südwesten haben. Allerdings: Was wirklich umgesetzt 14.04.2026 Durchbruch in Stuttgart: Grüne und CDU einigen sich auf Koalitionsverhandlungen Grüne und CDU wollen in Baden-Württemberg Koalitionsverhandlungen aufnehmen. Darauf einigten sich die beiden Parteien nach wochenlangen Sondierungen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Parteikreisen. Zuvor hatte der SWR berichtet. Die beiden Parteien regieren in Baden-Württemberg bereits seit 2016 gemeinsam. Bei der Landtagswahl am 8. März waren die Grünen mit 30,2 Prozent knapp stärkste Kraft geworden, dicht