Brandanschlag in Weidenstetten: Jetzt reagiert der Bürgermeister

Im Fall des Brandanschlags auf einen Zirkus in Weidenstetten meldet sich jetzt Bürgermeister Georg Engler zu Wort.

Weidenstettens Bürgermeister Georg Engler bezieht Stellung zu dem möglicherweise antiziganistisch, rassistischen Brandanschlag auf einen Zirkus in seiner Gemeinde: Die Behauptung, er habe dem Zirkus angedroht, dass seine Wagen in Flammen aufgehen könnten, wenn er nicht weiterziehen würde, weist der Bürgermeister in seiner Stellungnahme in aller Deutlichkeit zurück. Vielmehr sei er entsetzt über die Nachricht des Brandes gewesen und hoffe sehr, dass die Ursache des Brandes baldmöglichst geklärt wird.

Was ist passiert?

Der mögliche antiziganistisch, rassistische Brandanschlag in Weidenstetten in der Nähe von Ulm beschäftigt derzeit die Behörden. Am Morgen des 19. März 2021 wurden dort gegen 5:40 Uhr drei Wohnwagen einer Zirkustruppe, zu der auch Sinti gehören, durch einen Brand zerstört. Sollte sich der Verdacht eines antiziganistischen Brandanschlags erhärten, würden Erinnerungen an den Anschlag im Mai 2019 auf eine Roma-Familie („Fackelwurfprozess“) in dieser Region geweckt, so der Landesverband Deutscher Sinti und Roma.

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und einen Brandmittelspürhund eingesetzt. Ein antiziganistischer Brandanschlag mit dem Ziel der Vertreibung kann nicht ausgeschlossen werden. Betroffene berichteten laut Pressemitteilung des Verbands Deutscher Sinti und Roma Baden-Württemberg auch, der Bürgermeister habe dem Zirkus angedroht, dass seine Wagen in Flammen aufgehen könnten, wenn er nicht weiterziehen würde. 

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