In zwei Wochen beginnen die 80. Bregenzer Festspiele am Bodensee. Zum Auftakt steht am 22. Juli Giuseppe Verdis Oper „La traviata“ auf der Seebühne. Aktuell wird in Bregenz noch intensiv geprobt. Seit dem 17. Juni laufen dort mehrmals täglich Proben.
Nach Angaben der Festspiele sind die Premiere und alle weiteren Vorstellungen von „La traviata“ bereits ausverkauft. Damit waren die Vorstellungen so früh ausverkauft wie noch nie zuvor in der Geschichte des Festivals.
Für „La traviata“ ist auf der Seebühne eine 28 Meter hohe Wand entstanden. Sie besteht aus 86 Elementen und soll an einen zerbrochenen Spiegel erinnern. Insgesamt ist das Bühnenbild rund 700 Quadratmeter groß.
Der Spiegel steht symbolisch für die Gesellschaft, in der sich die Liebesgeschichte zwischen Violetta und Alfredo abspielt. Regie führt Damiano Michieletto. Die finnische Sopranistin Marjukka Tepponen übernimmt die Rolle der Violetta. Die Wiener Symphoniker werden am Wochenende in Bregenz erwartet, anschließend beginnen die Bühnenorchesterproben.
Auch im Festspielhaus steht eine große Produktion an. Am 23. Juli feiert „Die Ausflüge des Herrn Brouček“ von Leoš Janáček Premiere. Das Werk wurde 1920 uraufgeführt und wird vergleichsweise selten gespielt.
Die Oper ist eine satirische Komödie mit skurrilen Figuren und großem technischem Aufwand. Regisseur Yuval Sharon beschreibt das Stück als Komödie, die zum Lachen und Nachdenken anregen soll. Die Inszenierung sei speziell für die Möglichkeiten in Bregenz entwickelt worden.
Die Bregenzer Festspiele dauern in diesem Jahr bis zum 23. August. Neben den Opern auf der Seebühne und im Festspielhaus stehen unter anderem Uraufführungen auf der Werkstattbühne, Konzerte der Wiener Symphoniker, Kammermusik und Veranstaltungen für ein junges Publikum auf dem Programm.