BRH sieht Fehler bei Vergabe für Batteriefabrik

Nicht Ulm, sondern Münster hatte überraschend den Zuschlag erhalten. Das sorgte für heftige Kritik. Und wie sich jetzt zeigt, ist sie berechtigt.

Der Bundesrechnungshof hat laut einem Medienbericht Fehler in dem umstrittenen Verfahren zur Standortvergabe einer geplanten Batterieforschungsfabrik aufgelistet. «In weiten Teilen war das Verfahren nicht ausreichend transparent», heißt es in einem Bericht der Behörde, aus dem die «Stuttgarter Nachrichten» und die «Stuttgarter Zeitung» (Donnerstag) zitieren.

Das Bundesforschungsministerium habe etwa den Gleichbehandlungsgrundsatz nicht ausreichend beachtet und sei seiner Pflicht zur Dokumentation und Aktenführung nicht im erforderlichen Umfang nachgekommen.

Umstrittene Entscheidung

Das Bundesforschungsministerium hatte im Sommer vergangenen Jahres entschieden, dass eine mit rund 500 Millionen Euro geförderte Batterieforschungsfabrik bis 2022 im nordrhein-westfälischen Münster entstehen soll. Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) kommt aus dem nahe gelegenen Ibbenbüren und war für die Standortvergabe kritisiert worden. Auch Baden-Württemberg hatte sich beworben. Dort war die Entscheidung für Münster auf Unverständnis gestoßen.

Ministerin räumt Fehler ein

In der vergangenen Woche hatte die Ministerin Fehler in dem Verfahren eingeräumt (siehe hier). Ungeachtet dessen sei die Entscheidung pro Münster richtig gewesen, betonte Karliczek. Aus Regierungskreisen hieß es am Mittwoch in Berlin, die Ministerin habe das Verfahren nicht beeinflusst, sondern sich daraus zurückgezogen. Das Ministerium wolle bei Großverfahren künftig relevante Informationen regelmäßig an alle Wettbewerbsteilnehmer weitergeben – gerade in Fällen, in denen ein Teilnehmer danach frage. Das sei bei der Standortvergabe für die Batterieforschungsfabrik – ohne bösen Willen – nicht immer geschehen.

 

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