In Setzingen steht am 15. Februar die Bürgermeisterwahl an, bislang gibt es jedoch keinen einzigen Bewerber für das Amt. Eine ungewöhnliche Situation für die rund 700 Einwohner der Gemeinde.
Trotzdem findet die Wahl regulär statt. Auf dem Stimmzettel werden allerdings keine Namen stehen, stattdessen können die Wählerinnen und Wähler selbst einen Namen eintragen. Bis dahin können auch nach der offiziellen Bewerbungsfrist, die am 19. Januar abgelaufen ist, Kandidaten sich aufstellen lassen.
Der aktuelle Amtsinhaber Karl-Friedrich Häcker sieht den Hauptgrund im hohen zeitlichen Aufwand. Aus den ursprünglich geplanten 20 Stunden pro Woche seien bei ihm schnell 40 geworden. Das Bürgermeisteramt in Setzingen gilt zwar ein Ehrenamt, ganz ohne Vergütung ist es aber nicht: Der Bürgermeister erhält eine monatliche Aufwandsentschädigung von rund 1.400 Euro, was zukünftige Bewerber ansprechen kann.
In kleinen Gemeinden übernimmt der Bürgermeister eine Fülle an Aufgaben. Neben repräsentativen Terminen wie Dorffesten oder Veranstaltungen gehören auch Verwaltungsarbeit, Gemeinderatssitzungen, Bürgergespräche und zahlreiche organisatorische Tätigkeiten zum Alltag.
Trotz der hohen Belastung beschreibt Häcker seine vierjährige Amtszeit als sehr ereignisreich. Als Bürgermeister habe man die Möglichkeit, das Gemeindeleben aktiv und nachhaltig mitzugestalten. Genau dazu ruft er mögliche Nachfolger auf.