Bundeswehr richtet Laupheim neu aus: Spezialkräfte rücken in den Fokus

Spezialkräfte in Laupheim

Der Bundeswehrstandort Laupheim bekommt einen klareren Schwerpunkt: Von dort aus sollen Spezialkräfte von Heer und Marine mit Hubschraubern unterstützt werden. Dafür wird die Struktur des Hubschraubergeschwaders 64 umgebaut – während die Führung nach Brandenburg gezogen ist, bleibt die Spezialkräfte-Komponente in Laupheim.

In Laupheim dreht sich künftig noch mehr um militärische Spezialoperationen. Die Luftwaffe richtet den Standort gezielt darauf aus, Spezialkräfte aus der Luft zu unterstützen. Dafür wird in Laupheim die Einsatzgruppe „SOF Air“ aufgebaut. Ganz neu ist die Aufgabe allerdings nicht: Spezialkräfte-Hubschrauber sind bereits seit Jahren am Standort stationiert.

Von Laupheim aus werden KSK und Marine-Spezialkräfte unterstützt

Eine zentrale Rolle spielen dabei die H145M-Hubschrauber. Sie können Spezialkräfte schnell an ihren Einsatzort bringen und sind speziell für solche Missionen ausgerüstet. Unterstützt werden damit unter anderem das Kommando Spezialkräfte des Heeres, kurz KSK, und das Kommando Spezialkräfte der Marine, kurz KSM. Die dafür zuständigen Spezialkräfte der Luftwaffe sind bereits in Laupheim beheimatet.

Der Standort wird also nicht komplett neu zum Spezialkräfte-Standort. Vielmehr bündelt die Bundeswehr diese Aufgabe künftig noch stärker in Laupheim.

Schwere Chinook-Hubschrauber sollen dazukommen

Neben den kleineren H145M sollen künftig auch neue schwere Transporthubschrauber vom Typ CH-47F Chinook in Laupheim stationiert werden. Sie ersetzen nach und nach die bisher eingesetzten CH-53. Insgesamt beschafft Deutschland 60 Chinook-Hubschrauber. Der Großteil soll in Schönewalde/Holzdorf stationiert werden, ein Teil aber auch in Laupheim.

Die ersten Maschinen für die Bundeswehr werden ab Ende 2027 erwartet.

Deshalb ist die Führung nach Brandenburg umgezogen

Gleichzeitig hat sich beim Hubschraubergeschwader 64 einiges verschoben. Seit dem 1. Oktober 2026 sitzt die Geschwaderführung nicht mehr in Laupheim, sondern in Schönewalde/Holzdorf. Auch die Fliegende und die Technische Gruppe wurden dorthin verlegt.

Der Grund: Holzdorf wird zum Schwerpunkt für die neuen schweren Transporthubschrauber ausgebaut. Laupheim übernimmt dagegen verstärkt den Bereich Spezialoperationen. Damit bleibt der Standort im Kreis Biberach ein wichtiger Teil des Hubschraubergeschwaders 64 – nur mit einem deutlich klareren Schwerpunkt als bisher.

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