Bundesweiter Warntag: Handys schrillten und Sirenen heulten

erste, positive Bilanz

Der Probealarm am bundesweiten Warntag erreichte zahlreiche Menschen im Südwesten auf verschiedenen Wegen. Der Innenminister, Vodafone und der Gemeindetag melden eine erste, positive Bilanz.

Auf zahlreichen Wegen hat der Probealarm des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) auch die Menschen im Südwesten erreicht. Etwa um 11.00 Uhr schrillten Handys und mancherorts heulten Sirenen, etwa um 11.45 Uhr kam die Entwarnung.

«Übung macht den Meister», sagte Innenminister Thomas Strobl (CDU)am Donnerstagnachmittag. Nach ersten Erkenntnissen sei der Warntag erfolgreich verlaufen. «Unsere Warninfrastruktur hat den Stresstest bestanden.»

«Soweit wir es wahrgenommen haben, haben die Warnungen funktioniert», sagte Christopher Heck, Sprecher des Gemeindetags. Zahlreiche Kommunen hätten sich entschieden, mitzumachen. «Jetzt sind wir gespannt auf die abschließende Bewertung der Katastrophenschutzbehörden.» Heck betonte, dass der bundesweite Warntag nicht die einzige Gelegenheit sei, bei der ein Ernstfall geprobt werde. Trainingseinsätze und Übungen gebe es regelmäßig unter Federführung der einzelnen Kommunen. Das Innenministerium äußerte sich bis Donnerstagmittag noch nicht.

Der Alarm erreichte Menschen über Warn-Apps wie Nina und Katwarn, ebenso Radio- und Fernsehsender. Über Cell Broadcast kam die Warnung direkt auf dafür vorbereitete Handys. Das System sei beim Warntag erstmals in Baden-Württemberg einem Lasttest unterzogen worden, teilte Vodafone Deutschland am Donnerstagnachmittag mit. «Um 10.59 Uhr – eine Minute früher als angekündigt – sendeten alle im Vodafone-Netz aktiven Mobilfunkstationen die Probewarnung des BBK an die empfangsbereiten Endgeräte verlässlich aus», heißt es in der Mitteilung. Rund 3200 Vodafone-Mobilfunkstationen waren es demnach in Baden-Württemberg.

Erstmals sei der Warnkanal «919» getestet worden. Darüber seien auch ältere Handys mit einer einfachen Textnachricht ohne Ton erreicht worden, teilte Vodafone mit.

Sirenen waren am Warntag etwa in Karlsruhe und Ulm zu hören. Andere Städte wie Stuttgart und Göppingen hatten schon vor dem Warntag erklärt, die Anlagen nicht zu nutzen.

Ziel des Probealarms am Warntag ist es, einmal im Jahr die technische Infrastruktur zu testen und die Menschen für einen Ernstfall zu sensibilisieren. Rückmeldungen zum Warntag können auf einer Website des BBK gegeben werden. Innenminister Strobl hatte vorab dazu aufgefordert, dieses Angebot zu nutzen.

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