Bunt, laut und voller Tradition: Narren erobern Ulm!

Zong raus!

Am Wochenende wurde die Ulmer Innenstadt zum Zentrum der schwäbisch-alemannischen Fastnacht! Beim 16. Ringtreffen des Alemannischen Narrenrings zogen 10.000 Maskenträger durch die Straßen, begleitet von Guggenmusik, Hexen und Teufeln. Rund 20.000 Zuschauer erlebten den farbenfrohen „UlmZug“ und feierten bis in die Nacht.

Am vergangenen Wochenende verwandelte sich die Ulmer Innenstadt in ein farbenfrohes Meer aus Masken, Kostümen und Musik: Das 16. Ringtreffen des Alemannischen Narrenrings (ANR) fand vom 7. bis 9. Februar 2025 statt und zog zehntausende Narren und Zuschauer in die Donaustadt.

Bunt, laut und voller Tradition

Bereits am Freitagabend startete das närrische Spektakel mit der traditionellen "Hexenrauhnacht" auf dem Münsterplatz. Der große Hexenmeister hob den Bann über die Hexen und Besengeister auf, die daraufhin – unter dem Schwur, keinen allzu großen Schaden anzurichten – die Ulmer Altstadt unsicher machten. Begleitet von schaurig-schönen Klängen und Feuershows wurde die Nacht zum Tag gemacht.

Der Samstag stand ganz im Zeichen der Guggenmusik und der jungen Narren. Ab 12 Uhr ließen 29 Guggenmusikgruppen beim "Ulm-Beben" die Innenstadt erbeben. Auf fünf Bühnen – unter anderem am Münsterplatz, in den Sedelhöfen und auf dem Marktplatz – brachten sie mit ihren schrägen Tönen die Menge zum Beben. Ein besonderes Highlight war das Monsterkonzert auf dem Marktplatz, bei dem mehrere Gruppen gemeinsam spielten und für Gänsehautmomente sorgten.

Für die kleinen Narren gab es um 13:33 Uhr einen eigenen Umzug. Der Kinderumzug schlängelte sich durch die Gassen der Altstadt und endete im Narrendorf auf dem Münsterplatz, wo Spiel und Spaß auf die jungen Teilnehmer warteten. Den stimmungsvollen Abschluss des Tages bildete ein Fackelumzug, der die Zuschauer mit leuchtenden Bildern verzauberte.

Bunte Pracht bei grandiosem "UlmZug"

Der Sonntag begann früh mit einem ökumenischen Narrengottesdienst im Ulmer Münster. Hästräger und Musiker füllten das Gotteshaus und sorgten für eine einzigartige Atmosphäre. Der Höhepunkt des Wochenendes war jedoch der "UlmZug", der sich um exakt 12:34 Uhr in Bewegung setzte. Rund 10.000 Maskenträgerinnen und Maskenträger aus 88 Mitgliedszünften zogen durch die Straßen, begleitet von über 500 Musikern. Etwa 20.000 Zuschauer säumten die Straßen und ließen sich von der bunten Pracht mitreißen.

Die Route führte vom östlichen Münsterplatz über Judenhof, Bärengasse, Kornhausgasse, Hafenbad, Herrenkellergasse, Pfauengasse und Hirschstraße zurück zum Münsterplatz. Die Vielfalt der teilnehmenden Zünfte, von Hexen über Teufel bis hin zu traditionellen Narrengestalten, bot ein beeindruckendes Bild und spiegelte die reiche Tradition der schwäbisch-alemannischen Fastnacht wider.

Das Narrendorf auf dem Münsterplatz mit seinen Festzelten und Bühnen bildete das Herzstück des Ringtreffens. Hier wurde bis in die späten Abendstunden gefeiert, getanzt und gelacht. Die Ulmer Narrenzunft, die in diesem Jahr ihr 33-jähriges Bestehen feiert, zeigte sich als hervorragender Gastgeber und bewies, dass Ulm durchaus eine Fasnachtshochburg sein kann.

Für die Ulmer Bevölkerung und die angereisten Gäste war das Ringtreffen ein unvergessliches Erlebnis, das die Vorfreude auf die kommenden Fasnetsjahre weckt. Nach der Fasnet ist bekanntlich vor der Fasnet – und so blicken die Narren bereits gespannt auf die nächsten närrischen Höhepunkte.

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