Konfetti: Bunter Spaß oder Umweltverschmutzung?

Konfetti in der Hand und Krapfen im Mund

In der Fasnet-Region rund um Ulm sorgt Konfetti für Diskussionen. Während einige Narrenzünfte komplett darauf verzichten, gehört es für andere fest zur Tradition. Wie kann Konfetti denn überhaupt umweltschädigend sein?

Bunt und fröhlich oder eine Umweltsünde? Konfetti ist für viele ein fester Bestandteil der Fasnet. Doch in der Region rund um Ulm sorgt es auch für Diskussionen.

In Öpfingen zum Beispiel verzichtet die Narrenzunft seit ihrer Gründung konsequent darauf. Hier stehen Nachhaltigkeit und der Aufwand für die Reinigung im Vordergrund. Konfetti landet oft in der Kanalisation oder bleibt als Müll auf den Straßen zurück – ein Szenario, das man dort vermeiden möchte. Dabei geht’s vor Allem um die Beschichtung, um chemische Farben. Und manchmal ist Konfetti auch aus Plastik oder Folien.

Tradition und Umweltbewusstsein

Ganz anders sieht es in Ehingen aus, wo Konfetti fest zur Fasnet-Tradition gehört. Die Muckenspritzer tragen symbolisch einen ganzen Eimer mit Konfetti. Ehingen setzt aber auf biologisch abbaubare Papierschnipsel mit natürlichen Farben.

In Ulm wird es beim großen alemannischen Ringtreffen im Februar ebenfalls bunt werden. Obwohl die Gastgeberzunft selbst ein Konfettiverbot hat, rechnen die Veranstalter mit zentnerweise Konfetti, das von anderen Zünften und Besuchern mitgebracht wird. Hier geht's vor Allem um die Reinigung, die sich immer sehr aufwendig gestaltet – vor allem, wenn das Konfetti nass oder gefroren in den Pflastersteinen hängen bleibt.

Wann ist Konfetti umweltschädigend?

Konfetti ist dann umweltschädigend, wenn es aus Materialien besteht, die nicht biologisch abbaubar sind, wie etwa Plastik oder Folien. Und bei chemisch gefärbtem Konfetti können Schadstoffe aus Farbstoffen oder Beschichtungen in die Umwelt gelangen. Plastik-Konfetti zersetzt sich nicht natürlich und verbleibt für Jahrzehnte in der Umwelt. Beim Zerfall wird es in immer kleinere Teile zerrieben, die als Mikroplastik in Böden, Gewässern und letztlich in der Nahrungskette landen.

Ein umweltfreundlicher Ersatz ist ein biologisch abbaubares Konfetti mit natürlichen Farben und Schnipseln aus Papier, Stärke oder sogar getrockneten Blättern. So ein "natürliches" Konfetti kann sich in der Natur zersetzen, ohne schädliche Rückstände zu hinterlassen. Der Aufwand bei der Straßenreinigung bleibt dann aber trotzdem hoch.

Das sagt die Ulmer Narrenzunft

Das könnte Dich auch interessieren

27.01.2026 175 Jahre „Der Pennäler Schnitzelbank“ in Ellwangen – Mysteriöser Fastnachtsbrauch kehrt zurück Einer der ältesten und geheimnisvollsten Fastnachtsgeheimbünde Süddeutschlands meldet sich zurück: „Der Pennäler Schnitzelbank“ feiert 175 Jahre und zieht am Fastnachtssonntag, 15. Februar 2026, wieder durch die Altstadt von Ellwangen im Ostalbkreis. Geheimnisvolle Fastnachts-Tradition Die „Schwarze Schar“ tritt schwarz maskiert in schwarzen Dominos mit Schärpe auf, begleitet von Fackeln und Trommeln. In ausgewählten Wirtshäusern tragen die 19.01.2026 Narrenfest der Feuerhexen begeistert Bad Buchau Mit Bravour haben die Feuerhexen aus Bad Buchau ein närrisches Wochenende auf die Beine gestellt. Schon am Freitag platzte die Festhalle aus allen Nähten, als befreundete Fasnetvereine beim Programm mitwirkten. Unter dem Motto „HEXPlosion“ sorgten die Schalmeien der Feuerhexen, die Garde der Narrenzunft Moorochs und zahlreiche Show- und Brauchtumstänze für beste Stimmung. Besonders sportlich präsentierten 04.05.2026 Ratten in der City: Müll-Problem in Neu-Ulm eskaliert In der Neu-Ulmer Innenstadt spitzt sich die Lage rund um eine bekannte Müll-Ecke weiter zu. Betroffen ist der Bereich an der Maximilianstraße nahe der Glacis-Galerie. Dort wird seit Jahren immer wieder illegal Abfall abgeladen – vor allem in Gelben Säcken. Trotz regelmäßiger Reinigungsaktionen gelingt es der Stadt bislang nicht, das Problem dauerhaft zu lösen. Immer 31.03.2026 Erfolgreicher Stadtputz in Laupheim Hunderte Teilnehmende aus Schulen, Kindergärten, Vereinen, Unternehmen sowie engagierte Personen aus dem Stadtgebiet beteiligten sich an der Aktion und setzten damit ein starkes Zeichen für Umwelt- und Klimaschutz. Besonders die jungen Helfer waren zahlreich vertreten: Über 870 Schüler und Lehrkräfte sowie fast 100 Kindergartenkinder und deren Betreuungspersonal machten den Auftakt der Reinigungsaktion. Insgesamt waren zehn