"Car-Friday" in Schwaben: Polizei sagt Posern und Tunern den Kampf an

Polizei warnt vor gefährlichem Trend

Am Karfreitag startet in Ulm und Umgebung traditionell die Tuning-Saison. Die Polizei ist mit starken Kräften vor Ort – sie will rücksichtslosen Fahrern und illegalen Umbauten konsequent den Stecker ziehen.

In Ulm, Neu-Ulm und der gesamten Region bereiten sich Polizei und Behörden auf den sogenannten „Car-Friday“ vor – dem Szeneauftakt der Tuner und Auto-Poser. Beliebte Treffpunkte wie der Parkplatz Stockmahd am Ulmer Messegelände, Parkplätze in Neu-Ulm, Krumbach, Biberach und Herbrechtingen gelten als Hotspots. Dort versammeln sich bis zu mehrere Hundert Autofans, präsentieren ihre umgebauten Fahrzeuge und unternehmen gemeinsame Ausfahrten – oft nicht ganz regelkonform.

Gefährliche Umbauten und Lärm

Was für Fans nach Spaß klingt, ist für andere eine echte Belastung – und kann schnell lebensgefährlich werden. Illegale Tuningteile, manipulierte Auspuffanlagen oder nicht zugelassene Fahrwerksumbauten können zu technischen Defekten führen. Wer mit solchen Fahrzeugen unterwegs ist, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch andere im Straßenverkehr. Zudem sorgen aufheulende Motoren und nächtliches Gekurve für massiven Lärm – zum Ärger vieler Anwohner.

Kontrollen und Strafen bis zur Stilllegung

Die Polizei kündigt verstärkte Kontrollen rund um Ulm, Neu-Ulm, Günzburg, Biberach und Heidenheim an. Sowohl uniformierte als auch zivile Kräfte werden im Einsatz sein. Schon 2024 wurden bei Schwerpunktaktionen über 6.000 Verstöße festgestellt – viele Fahrzeuge mussten aus dem Verkehr gezogen werden. Wer gegen die Regeln verstößt, muss mit empfindlichen Bußgeldern, Platzverweisen oder sogar der Beschlagnahmung seines Autos rechnen.

Anwohner, die sich gestört fühlen oder auffällige Fahrzeuge melden möchten, können sich direkt an die Polizei Ulm wenden: ulm.pp.poser@polizei.bwl.de

Der „Car-Friday“ am Karfreitag ist mehr als nur ein harmloses Tuning-Treffen. Die Polizei nimmt die Szene ernst – und wird auch in diesem Jahr konsequent einschreiten, um Sicherheit auf den Straßen zu gewährleisten.

Das könnte Dich auch interessieren

30.03.2026 Ulm: Ermittlungsgruppe Posing beschlagnahmt Auto Beamte der Ermittlungsgruppe „Posing“ führten umfangreiche Verkehrskontrollen durch. Insgesamt wurden dabei sechs Verstöße festgestellt. Zwei Autofahrer waren innerorts deutlich zu schnell unterwegs und müssen nun mit einer Anzeige rechnen. Einer der beiden muss zusätzlich ein Fahrverbot befürchten. Auch gegen die Poser-Szene wurde vorgegangen: Zwei Fahrer müssen ein Bußgeld von mindestens 80 Euro zahlen, da sie 09.03.2026 Über rot gerast, keine Betriebserlaubnis, Lärmbelästigung: Neue Ermittlungsgruppe Posing greift durch Am Wochenende hat die Ulmer Ermittlungsgruppe Posing erneut gezielte Kontrollen in Ulm, Blaustein und im Alb-Donau-Kreis durchgeführt. Ein Treffen von rund 20 Fahrzeugen im Donautal wurde aufgelöst, um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten. Bei den Kontrollen wurden zwei Fahrzeuge aufgrund von Manipulationen am Steuergerät beziehungsweise fehlender Betriebserlaubnis sichergestellt und abgeschleppt. Die Fahrenden müssen mit empfindlichen 06.03.2026 Ulmer Polizei verschärft Maßnahmen gegen Raser- und Poserszene Nach einer Reihe schwerer Verkehrsunfälle im vergangenen Jahr verschärft das Polizeipräsidium Ulm den Druck auf die sogenannte Raser- und Poserszene. Bei vier Raserunfällen kamen im vergangenen Jahr insgesamt sieben Menschen ums Leben. Um die Sicherheit auf den Straßen nachhaltig zu erhöhen, wurde eine eigene Ermittlungsgruppe „Posing“ eingerichtet. Seit Oktober 2025 wurden bereits über 20 Verfahren 25.02.2026 Polizeipräsidium Ulm veröffentlicht Kriminalitätsstatistik 2025 Das Polizeipräsidium Ulm hat den Kriminalitätsbericht 2025 veröffentlicht. Die Kriminalität in Ulm hat im Jahr 2025 abgenommen. Insgesamt registrierte die Polizei etwa 35.500 Straftaten, über 10% weniger als im Vorjahr. Zurückgegangen sind vor allem einfache Diebstähle, Vermögens- und Fälschungsdelikte. Der Bereich des Polizeipräsidiums Ulm umfasst den Landkreis Alb-Donau, Biberach, Göppingen, Heidenheim und die Stadt Ulm.