Die CDU-Landtagsfraktion Baden-Württemberg spricht sich für weitere Investitionen in öffentliche Schwimmbäder aus. Hintergrund sind unter anderem die aktuellen Ertrinkungszahlen. Nach Angaben der Fraktion sind allein im Juni 2026 bundesweit mehr als 100 Menschen ertrunken. Für die CDU-Abgeordneten Isabell Rathgeb, Sprecherin für Katastrophenschutz und Rettungswesen, und Dr. Albrecht Schütte, finanzpolitischer Sprecher der Fraktion und Vizepräsident des DLRG-Landesverbands Baden, spielen Schwimmbäder deshalb nicht nur für Freizeit und Sport eine wichtige Rolle. Dort lernen Kinder schwimmen, Schulen können Schwimmunterricht anbieten und Rettungsorganisationen Schwimmer und Rettungsschwimmer ausbilden.
Rathgeb betont die Bedeutung erreichbarer Bäder für die Schwimmausbildung:
Schwimmen zu können, kann Leben retten. Wer Schwimmen lernen soll, braucht aber auch einen Ort, an dem Schwimmen gelernt und regelmäßig geübt werden kann. Deshalb sind Investitionen in unsere Hallen- und Freibäder keine Luxusausgaben, sondern Investitionen in Sicherheit, Prävention, Gesundheit und letztlich in den Schutz von Menschenleben.
Auch Schütte verweist auf die verschiedenen Aufgaben, die öffentliche Bäder erfüllen:
Bei uns lernen die Kinder Schwimmen, die Jugendlichen engagieren sich und ein breiter Bevölkerungskreis nutzt die Bäder, um sich sportlich zu betätigen und damit auch etwas für ihre Gesundheit zu tun.
Aus seiner Sicht gehören Investitionen in die Bäderinfrastruktur auch zu einer langfristig ausgerichteten Finanzpolitik:
Dabei bedeutet solide Finanzpolitik nicht, notwendige Investitionen aufzuschieben und Infrastruktur verfallen zu lassen. Vielmehr geht es darum, rechtzeitig dort zu investieren, wo es auf zentrale Punkte wie Sicherheit und Gesundheit einzahlt. Etwa bei Schwimmbädern und insbesondere Lehrschwimmbecken. Als Finanzpolitiker und als langjähriger DLRG-Aktiver ist für mich klar: Investitionen in Schwimmbäder sind Investitionen in kommunale Infrastruktur, in Prävention und vor allem in die Sicherheit unserer Kinder und rechnen sich damit langfristig.
Viele öffentliche Bäder müssen saniert werden. Baden-Württemberg stellt nach Angaben der CDU-Fraktion seit dem aktuellen Doppelhaushalt jährlich Geld für die Sanierung von Lehrschwimmbecken und Schwimmbädern bereit, die von Schulen genutzt werden. Im Koalitionsvertrag ist außerdem vorgesehen, Gelder zur Unterstützung des Bäderbetriebs bereitzustellen. Bereits im Doppelhaushalt 2023/2024 wurde die Anschaffung mobiler Schwimmbecken aus Mitteln der CDU-Fraktion bezuschusst. Mit Blick auf den Haushalt 2027 wollen Rathgeb und Schütte das Thema weiter vorantreiben und sich mit der CDU-Fraktion einsetzten.
Neben einer funktionierenden Wasserrettung müsse nach Ansicht der beiden Abgeordneten vor allem die Schwimmausbildung gestärkt werden. Ziel sei es, gefährliche Situationen möglichst zu verhindern, bevor Rettungskräfte überhaupt eingreifen müssen. Rathgeb dankt dabei auch den Einsatzkräften.
Unsere ehrenamtlichen Einsatzkräfte leisten hervorragende Arbeit und stehen bereit, wenn Menschen in Not geraten. Dafür herzlichen Dank.
Gleichzeitig sieht sie funktionierende Schwimmbäder als Voraussetzung dafür, dass Kinder sicher schwimmen lernen können.
Gleichzeitig müssen wir alles dafür tun, dass es gar nicht erst so weit kommt. Jedes Kind, das sicher schwimmen lernt, ist ein wichtiger Beitrag zur Prävention. Dafür brauchen wir weiterhin erreichbare, funktionsfähige und für die Schwimmausbildung geeignete Bäder in Baden-Württemberg.
Die CDU-Fraktion will das Thema damit auch in die weiteren Beratungen zum Landeshaushalt 2027 einbringen. Konkrete zusätzliche Summen oder neue Förderprogramme werden in der vorliegenden Mitteilung nicht genannt.