Container-Anlage in Herrlingen wird geschlossen

Rückbau von Unterbringungen

Der Alb-Donau-Kreis schließt Mitte Juli die Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete in Blaustein-Herrlingen. Nach rund vier Jahren endet damit der Betrieb der Containeranlage mit aktuell 108 Plätzen.

In der Unterkunft waren Geflüchtete während ihres Asylverfahrens untergebracht. In der Regel für maximal 24 Monate, bevor sie auf die Städte und Gemeinden im Landkreis verteilt wurden.

Temporäre Lösung wird planmäßig beendet

Die Anlage war von Anfang an als Übergangslösung konzipiert. Entstanden ist sie im Sommer 2022 als Reaktion auf den Krieg in der Ukraine, zunächst mit 48 Containern. 2024 wurde sie um 28 weitere erweitert. Blausteins Bürgermeister Konrad Menz betont, es sei der Stadt wichtig gewesen, dass die Nutzung wie zugesagt befristet bleibt. Die Umsetzung sei ein verlässliches Signal an die Bürgerschaft.

Weniger Bedarf an Unterkünften

Nach der Schließung beginnt der Abbau der Anlage. Für Demontage und Abtransport der 76 Container sind etwa sechs bis acht Wochen eingeplant. Die Pachtverträge für die Flächen laufen Mitte September aus.

Die Schließung ist Teil einer umfassenderen Anpassung der Unterbringungskapazitäten im Alb-Donau-Kreis. Innerhalb des vergangenen Jahres wurden bereits neun Unterkünfte mit insgesamt 312 Plätzen aufgegeben. Für 2026 sind vier weitere Schließungen vorgesehen, wodurch die Kapazität um zusätzliche 195 Plätze sinkt.

Grund dafür sind rückläufige Zugangszahlen: Während 2023 noch rund 1.300 Geflüchtete in den Landkreis kamen, waren es 2024 noch 743 und 2025 insgesamt 528 Personen. Trotzdem sieht der Landkreis die Integration Geflüchteter weiterhin als zentrale Aufgabe an.

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