Corona-Lage im Kreis Biberach: Gemeinsamer Appell an die Bürgerinnen und Bürger

Wegen der drastisch verschärfte Corona-Lage im Kreis Biberach appellieren Landrat, Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Klinik, Ärzteschaft und Rettungsdienst an die Menschen im Kreis.




Der gemeinsame Appell richtet sich an alle Bürgerinnen und Bürger im Kreis Biberach: Die Lage im Gesundheitswesen spitze sich ernsthaft zu. Die niedrige Impfquote spiele dabei eine gewichtige Rolle. Deswegen wird nochmals mit Nachdruck ermutigt und appelliert, sich impfen zu lassen. Das Impfangebot im Kreis Biberach solle auch ausgebaut werden, dazu gehöre natürlich auch die entsprechende Beratung.

Gemeinsamer Appell an die Bürgerinnen und Bürger

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

nächstes Wochenende beginnt die Adventszeit. Es werden wieder Türchen an Adventskalendern geöffnet, Adventskränze entzündet und Städte, Gemeinden und Häuser sind weihnachtlich geschmückt. Eigentlich eine sehr schöne Zeit, in der Begegnungen mit Verwandten, Freunden, auf Weihnachtsmärkten oder -feiern anstehen sollten. Vor dem Hintergrund der dramatischen Entwicklungen werden wir, ähnlich wie im letzten Jahr, leider wieder zurückstecken müssen. Mit der Alarmstufe und den ab Montag geltenden verschärften Anordnungen für den Landkreis kommt es in vielen Bereichen zu weiteren Einschränkungen; vor allem für nicht immunisierte Personen.

Deshalb möchten wir uns hiermit an alle Menschen im Landkreis wenden. Denn die Lage im Gesundheitswesen spitzt sich ernsthaft zu. Die Zahl der Covidpatienten hat in den letzten zwei Wochen in der Region dramatisch zugenommen. Der Großteil der Infizierten und der Intensivpatienten ist nicht geimpft. Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte und medizinisches Personal stoßen an die Grenzen der Belastbarkeit. Auch die niedergelassene Ärzteschaft meldet zum Teil „Land unter“.
Ebenso resultieren daraus Auswirkungen für den Rettungsdienst.

Der Landkreis Biberach war bis jetzt trauriger Spitzenreiter bei der 7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg. Ein Spitzenplatz auf den wir gerne verzichten würden. Die niedrige Impfquote spielt dabei eine gewichtige Rolle und deswegen möchten wir nochmals mit Nachdruck ermutigen und appellieren an Sie: Lassen Sie sich impfen! Wenn Sie bezüglich der Impfung verunsichert sind, lassen Sie sich in einer Arztpraxis oder bei einer mobilen Impfaktion im Landkreis beraten! Das Angebot bauen wir in den nächsten Tagen und Wochen nochmals deutlich aus.

Auch wenn die Impfung nicht hundertprozentig vor einer Infektion schützt und man ebenfalls das Virus verbreiten kann, machen die Zahlen deutlich, dass die Wahrscheinlichkeit dazu um ein Vielfaches geringer ist und vor allem die Krankheitsverläufe meist milder verlaufen. Schützen Sie damit sich, aber auch andere Menschen vor einer Infektion und helfen Sie so die Pandemie einzudämmen.

Die ständige Impfkommission empfiehlt aktuell die Auffrischungsimpfung für alle Erwachsenen nach sechs Monaten für einen besseren Schutz. Bitte nehmen Sie diese Möglichkeit wahr.

Zusammen mit dem DRK und den niedergelassenen Ärzten setzen wir uns mit aller Kraft dafür ein, dass in allen Regionen im Landkreis Impfaktionen durchgeführt werden. So dass Sie möglichst einfach Ihre Erst-, Zweit- oder Boosterimpfung erhalten können.

Neben dem Impfen bedarf es aber auch weiterer Anstrengungen von jedem und jeder Einzelnen. Deswegen bitten wir inständig und mit Nachdruck: Beachten Sie die derzeitigen Regelungen. Reduzieren Sie Kontakte! Halten Sie Abstand. Hinterfragen Sie die Notwendigkeit von Zusammenkünften und Ansammlungen größerer Gruppen. Testen Sie sich freiwillig, wenn Sie Bekannte oder Verwandte besuchen, auch wenn Sie geimpft sind. Nur gemeinsam kann es uns gelingen, diese Welle abzuflachen.

Es zeichnen Landrat, Oberbürgermeister, Bürgermeisterinnen und -meister, Klinik, Ärzteschaft und Rettungsdienst

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