Mit dem Start ins Jahr 2026 gibt es auch einige Neuerungen. Neben gesetzlichen Änderungen bei Steuern, Arbeit und Verkehr steht außerdem ein echtes Event-Jahr an.
Neues für Autofahrer
- Gute Nachrichten gibt es für alle, die über ein Elektroauto nachdenken. Die Steuerbefreiung für E-Autos wurde verlängert: Wer sein Elektrofahrzeug bis Ende 2030 neu zulässt, zahlt zehn Jahre lang keine Kfz-Steuer. Diese kann außerdem ab sofort nur noch als Jahresbetrag gezahlt werden. Monatliche oder ratenweise Zahlungen sind nicht mehr möglich.
- Für viele Autofahrer steht der nächste TÜV-Termin an. Wer aktuell noch eine grüne Plakette auf dem Kennzeichen hat, muss dieses Jahr zur Hauptuntersuchung. Danach gibt es die blaue Plakette. Die wechselnden Farben helfen dabei, auf einen Blick zu erkennen, ob der TÜV fällig ist.
- Die Umstellung auf den neuen EU-Führerschein läuft weiter. Bis zum 19. Januar 2026 müssen Führerscheine mit Ausstellungsdatum zwischen 1999 und 2001 umgetauscht werden. Zuständig ist die jeweilige Fahrerlaubnisbehörde.
Steuern, Löhne & Familien
- Schon ab Januar gibt es Entlastungen bei Steuern und Löhnen. Der Grundfreibetrag bei der Einkommensteuer steigt auf 12.348 Euro. Einkommen bis zu dieser Grenze bleibt damit steuerfrei.
- Auch beim Mindestlohn tut sich etwas: Er steigt auf 13,90 Euro pro Stunde. Dadurch erhöht sich gleichzeitig die Minijob-Grenze auf 603 Euro im Monat.
- Familien können sich ebenfalls über mehr Geld freuen. Das Kindergeld steigt auf 259 Euro pro Monat und Kind, auch der Kinderfreibetrag wird auf 9.756 Euro angehoben.
- Weniger erfreulich ist die Entwicklung beim Deutschlandticket. Das kostet jetzt 63 Euro im Monat, zuvor waren es 58 Euro. Vom ursprünglichen 49-Euro-Ticket hat man sich damit weiter entfernt.
Neueinführungen
- Beim Thema Wehrdienst gibt es neue Regeln. Der Dienst bleibt zwar freiwillig, trotzdem müssen alle Männer, die 2026 volljährig werden, einen Online-Fragebogen ausfüllen. Der Jahrgang 2008 bekommt nach dem 18. Geburtstag einen Brief mit QR-Code. Abgefragt werden persönliche Daten, Bildungsabschlüsse und die grundsätzliche Bereitschaft zum Dienst. Für Frauen ist der Fragebogen freiwillig.
- Bei den Finanzämtern wird weiter digitalisiert. Steuerbescheide werden jetzt standardmäßig online bereitgestellt. Wichtig dabei: Ein Bescheid gilt bereits drei Tage nach der Bereitstellung als zugestellt – auch wenn er noch nicht geöffnet wurde. Wer seinen Bescheid weiterhin per Post erhalten möchte, muss dem aktiv widersprechen.
- Neu ist außerdem die sogenannte Aktivrente. Wer das gesetzliche Rentenalter erreicht hat und trotzdem weiterarbeitet, darf bis zu 2.000 Euro im Monat steuerfrei dazuverdienen. Das gilt aktuell allerdings nur für sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen. Selbstständige, Minijobber oder Menschen mit Mieteinnahmen profitieren davon vorerst nicht.
Jahresevents
- Schon früh im Jahr starten die Olympischen Winterspiele. Vom 6. bis 22. Februar messen sich rund 3.000 Athletinnen und Athleten aus 90 Ländern in Mailand und Cortina d’Ampezzo.
- Der Eurovision Song Contest wird dieses Jahr in Österreich ausgetragen. Nach dem Sieg des österreichischen Sängers JJ findet der ESC in Wien statt. Die Halbfinals sind am 12. und 14. Mai geplant, das große Finale am 16. Mai. Wer für Deutschland antritt, steht aktuell noch nicht fest.
- In der Formel 1 gibt es Neuerungen. Mit Cadillac geht erstmals ein elftes Team an den Start, außerdem sorgen neue technische Regeln für zusätzliche Spannung in der kommenden Saison.
- Das größte Highlight wird wohl die Fußball-Weltmeisterschaft. Die findet erstmals in drei Ländern statt: in den USA, Kanada und Mexiko. Mit dabei sind 48 Mannschaften statt der bisherigen 32. Das Eröffnungsspiel ist am 11. Juni in Mexiko-Stadt, das Finale steigt am 19. Juli in New Jersey. Deutschland hat sich bereits qualifiziert.