Deutschlands beste Handwerksgesellen kommen aus der Region

Deutschlands beste Handwerksgesellen kommen aus der Region:  Fünf Jugendliche aus dem Gebiet der Handwerkskammer Ulm haben beim bundesweiten Wettbewerb „Profis leisten was“ ihr Können gezeigt und sind ausgezeichnet worden.

Sie kommen aus Abtsgmünd, Bad Waldsee, Langenenslingen, Nellingen und Aalen: Gleich fünf Nachwuchshandwerker aus dem Gebiet der Handwerkskammer Ulm konnten beim bundesweiten Wettbewerb „Profis leisten was“ überzeugen. Unter mehreren tausend Gesellinnen und Gesellen aus ganz Deutschland haben Seiler Sebastian Freßle (Landkreis Ravensburg) und Klempner Steven Sing (Ostalbkreis) gezeigt, dass sie ihr Handwerk beherrschen. Für ihre außerordentlichen Leistungen sind sie jetzt mit dem 1. Platz ausgezeichnet worden und dürfen sich Deutscher Meister nennen.

„Profis leisten was“

„Profis leisten was“ lautete das Motto des Wettbewerbs, der seit 1951 jährlich zunächst auf Kammerebene, auf Landesebene und zuletzt auf Bundesebene stattfindet. Der Weg zum Sieg basiert auf dem Ablegen einer Arbeitsprobe oder der Bewertung des Gesellenstücks. Für die Bewertung spielten nicht nur technisches und handwerkliches Können eine Rolle, auch Ästhetik und Design sind entscheidend. Von den neun Landessiegern aus unserer Region, die sich für den Wettbewerb auf Bundesebene qualifiziert haben, konnten auch Büchsenmacher Tobias Stehle (Landkreis Ravensburg) und Elektroniker Tobias Bollinger (Alb-Donau-Kreis) die Fachjury überzeugen. Sie haben sich in ihrem Gewerk den zweiten Platz gesichert. Estrichleger Tim Stelzer (Ostalbkreis) hat es auf den dritten Platz geschafft.

Ausbildung mit Bravour abgeschlossen

Mit den Plätzen auf dem Treppchen haben die fünf Junghandwerker ihre handwerkliche Ausbildung mit Bravour abgeschlossen. Für die beiden Deutschen Meister steht fest, dass eine Ausbildung im Handwerk für sie die richtige Entscheidung war. „Für mich war schon immer klar, dass ich nicht acht bis neun Stunden am Tag vor einem Bildschirm sitzen möchte. So war das Handwerk für mich der logische Schritt nach meinem Abitur. Diese Entscheidung gegen ein Studium und für das Handwerk habe ich bislang keine Sekunde bereut und würde sie jederzeit wieder treffen“, sagt Seiler Sebastian Freßle. Die Möglichkeiten, die eine duale Ausbildung im Handwerk mit sich bringt, schätzt auch Klempner Steven Sing. „Ich bin der Meinung, ein Handwerksberuf hat immer Hand und Fuß und zudem sind die Weiterbildungsmöglichkeiten sehr vielseitig“, sagt er.

Joachim Krimmer, Präsident der Handwerkskammer Ulm, ist stolz auf die Jugendlichen und ihre Leistung: „Es ist nicht selbstverständlich, dass jedes Jahr junge Nachwuchshandwerker aus unseren Regionen auf Bundesebene erfolgreich sind. Ich bin überzeugt, dass unsere Handwerksbetriebe von der Ostalb bis zum Bodensee erstklassig ausbilden. Das erfordert viel Engagement, Herzblut und Nerven – auf beiden Seiten.“ Die Kundinnen und Kunden in den Landkreisen im Kammergebiet könnten sich freuen, von Deutschen Meistern ihre Aufträge abgearbeitet zu bekommen, ergänzt er.

Mit dem Sieg haben die Junghandwerker eine erste große Herausforderung ihres Fachs gemeistert und die besten Voraussetzungen für eine weitere Karriere im Handwerk – ob als Geselle, Meister, Techniker oder künftiger Betriebsinhaber. Auch der Zugang zu einem weiterführenden Studium steht Handwerkerinnen und Handwerkern jederzeit offen.

Bundessieger 1. Platz:
Steven Sing, Klempner aus Abtsgmünd (Ostalbkreis),
Ausbildungsbetrieb: Jörg Meidert, Aalen

Sebastian Freßle, Seiler aus Bad Waldsee (Landkreis Ravensburg),
Ausbildungsbetrieb: Seil-Marschall GmbH, Ravensburg

Bundessieger 2. Platz:
Tobias Stehle, Büchsenmacher aus Langenenslingen (Landkreis Biberach)
Ausbildungsbetrieb: Blaser Group GmbH, Isny

Tobias Bollinger, Eletroniker für Energie und Gebäudetechnik aus Geislingen
Ausbildungsbetrieb: Bollinger Elektro Heizung Sanitär GmbH, Nellingen (Alb-Donau-Kreis)

Bundessieger 3. Platz:
Tim Stelzer, Estrichleger aus Aalen (Ostalbkreis)
Ausbildungsbetrieb: Marc Hermann Estriche GmbH, Aalen

"Profis leisten was": Interview mit Tobias Bollinger

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