Die Stadt Ulm wehrt sich gegen Kritik

Nach Baumbesetzung

Die Stadt Ulm wehrt sich gegen die Kritik von Klimaaktivisten. Sie hatten am Montag gegen die angeblich von der Stadt geplante Rodung der 150-jährigen Eichen protestiert und der Stadt Ulm den schwarzen Peter zugeschoben.

Am Montag hatten junge Menschen die Bäume in dem Waldstück neben der Uniklinik Ulm besetzt. Sie möchten damit gegen die, wie sie schreiben, „von der Stadt geplante Rodung der 150-jährigen Eichen protestieren“. Weiter heißt es in dem Schreiben, in dem Sie zu einem Vor-Ort-Pressetermin eingeladen werden, dass die Bäume für ein „provisorisches Bettenlager der Klinik“ weichen sollten. Und : „Die Stadt hatte zuvor alle alternativen Bauvorschläge der Klinik, etwa den auf der hauseigenen Parkplatzfläche, abgelehnt.“

Die Stadt Ulm weist diese Darstellung in allen Punkten zurück: Die Stadt ist weder Bauherrin des geplanten Bettenhauses für die Uniklinik, noch Eigentümerin des Grundstücks. Dieses gehört dem Land. Planung und Durchführung der Rodung der Bäume liegen nicht in den Händen der Stadt Ulm.

Bei dem vom Klinikum geplanten Bettenhaus handelt es sich nicht um Container, sondern um einen Bau in Modulbauweise, der jahrzehntelang dort stehen und immer wieder für schon jetzt absehbare Sanierungen auf dem Klinikgelände als Ausweichquartier dienen soll. Insofern ist die Bezeichnung „Provisorium“ nicht richtig.

Wie bei solchen Bauvorhaben üblich, waren am Anfang der Planungen verschiedene Varianten geprüft worden. Jede „Innenhoflösung“ hätte aber entweder gravierende Einschränkungen für die dortigen Patienten oder für die Arbeitsabläufe innerhalb der Klinik bedeutet, so dass bei Abwägung aller Argumente die jetzige Lösung als Beste herausgekommen ist. Die Stadt hat in den Vorgesprächen für eine „waldschonende“ Lösung geworben, insofern ist auch die Behauptung,  alternative Bauvorschläge der Klinik seien von der Stadt abgelehnt worden, nicht richtig, heißt es in einer schriftlichen Mitteilung der Stadt.

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