Die Ulmer Grünen schmieden weiterhin ihre Gratis-ÖPNV-Pläne

Wird der ÖPNV für die Ulmer vielleicht doch ein ganzes Stück günstiger?

Der Plan der grünen Gemeinderatsfraktion dafür wird zumindest immer detaillierter: In einem Antrag an OB Czisch fordern die Grünen unter anderem einen dauerhaften kostenlosen Samstags-ÖPNV. Im Gegenzug sollten Dauerkarten-Besitzer 10 Prozent-Preis-Nachlass bekommen.

Die Grünen wollen außerdem einen dichteren Takt abends und am Wochenende, die Verlängerung der Linie 1 zur Kohlplatte – und eine Straßenbahnlinie 3 über Neu-Ulm und Ludwigsfeld nach Wiblingen. In der Innenstadt soll der ÖPNV komplett gratis sein – kostendeckend finanziert  über Parkgebühren sowie ein Kurzstreckenticket für ein Euro.

Der Antrag im Wortlaut:

Sehr geehrter Oberbürgermeister,

im zweiten Quartal dieses Jahres steht eine Debatte über die Verbesserungen im Ulmer ÖPNV auf der Tagesordnung. Wir sind uns sicherlich einig, dass ein S-Bahn-System für die Region den meisten Nutzen bringen wird, darauf hat die Stadt jedoch (leider) nur beschränkten Einfluss. Unmittelbaren Einfluss hat die Stadt jedoch auf die Qualität des ÖPNV, und es ist uns möglich, besondere Tarifangebote beim DING in Auftrag zu geben, wie es derzeit mit dem fahrscheinlosen ÖPNV am Samstag der Fall ist.

Es gilt daher, abzuwägen, wie mit den beschränkten Mitteln der Stadt der meiste Nutzen erzielt werden kann. Daher bitten wir Sie bzw. Ihre Fachleute, die Machbarkeit, den Nutzen und den Aufwand der folgenden Vorschläge abzuschätzen, damit die Debatte anhand von Sachargumenten geführt werden kann.

a) Mehr Fahrten tagsüber (werktags 5-Minuten-Takt auf den Linien 1-5, 15-Minuten-Takt auf den Linien 6 und 7, 20-Minuten-Takt auf den übrigen Linien) und abends (15 Minuten-Takt für Linie 1-5 und 30 für die übrigen Linien), entsprechende Nachverdichtung auch am Wochenende;

b) kostenloser Samstags-ÖPNV dauerhaft und 10%-Preissenkung bei den Dauerkarten zum Ausgleich;

c) Taktverdichtung abends und am WE: (15 Minuten-Takt für Linien 1-5 und 30 für die übrigen Linien);

d) Einführung der Tangentiallinie Wiblingen-Wissenschaftsstadt mit Halten bei der hfg und am Roten Berg;

e) Verlängerung der Linie 1 zur Kohlplatte;

f) Bau der Straßenbahnlinie 3 über Neu-Ulm und Ludwigsfeld nach Wiblingen;

g) Einführung eines 365-Euro-Tickets;

h) Einführung des Gratis-ÖPNVs im Innenstadtring, finanziert durch einen kostendeckenden Zuschlag (ca. 30 Cents nach unserer Schätzung) auf Parktickets in den städtischen Garagen;

i) Einführung eines Kurzstreckentickets (drei Halte für 1 Euro);

Foto: SWU

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