Im Frühling, vor allem in den Monaten April und Mai, kommt es vermehrt zu Wildunfällen. Besonders durch Waldgebiete und entlang von Feldern ist besondere Vorsicht geboten. Das liegt daran, dass die Pflanzenfresser nun auf Nahrungssuche sind und deswegen auch unsere Straßen kreuzen. Außerdem verteidigen junge Rehböcke ihr Revier gegen andere Artgenossen, andere Böcke werden vertrieben, die sich dann ein neues Zuhause suchen müssen. Das führt dazu, dass die Tiere mehr in Bewegung sind und überwiegend männliche Tiere unter die Räder kommen.
Die Zeitumstellung ist ebenfalls ein Gefahrenfaktor: Der Berufsverkehr fällt wieder vermehrt in die Dämmerungsstunden, in denen die meisten Wildtiere aktiv sind. Es ist wichtig, die Geschwindigkeit anzupassen. Schon eine Verringerung von 100 auf 80 km/h verringert den Bremsweg deutlich und schützt so sowohl Tier als auch Autofahrer.
Um Tiere zu vertreiben, sollten Autofahrer hupen, bremsen und das Licht abblenden. Hektische Ausweichmanöver sind zu vermeiden, da die Gefahr besteht, mit dem Gegenverkehr oder zusammenzustoßen oder von der Fahrbahn abzukommen.
Von allen Wildtieren sind Rehe am häufigsten Opfer von Wildunfällen. Danach folgen Hasen und Kaninchen. Das Melden von Tierfunden ist essenziell, um Gefahrenstellen zu erkennen und die Straßen für Mensch und Tier sicher zu machen. Verletzte oder tote Tiere dürfen jedoch nicht mitgenommen werden, da dies eine Anzeige wegen Wilderei zur Folge haben kann.