Rund 800 Liter Diesel verteilten sich auf der Fahrbahn. Die Autobahn wurde daraufhin für über sechs Stunden in Richtung Süden gesperrt. Eine aufwendige Reinigung und Reparatur waren nötig. Dies führte zu einem langen Stau und erheblichen Verkehrsbehinderungen.
Der Unfall ereignete sich gegen 5:30 Uhr im morgendlichen Berufsverkehr. Ein von Norden kommender Lastwagen befuhr die Baustelle. Dort werden die Fahrspuren auf die Gegenfahrbahn verschwenkt. In diesem Bereich riss der Dieseltank des schweren Fahrzeugs auf. Die Ursache für die Beschädigung ist bisher noch nicht geklärt. Der auslaufende Kraftstoff verteilte sich über die komplette Länge der Baustelle. Die Polizei untersucht den genauen Hergang des Vorfalls.
Neben der massiven Verunreinigung gab es weitere Schäden. Ein Schachtdeckel in der Fahrbahn wurde ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Der Deckel befindet sich außerhalb der eigentlichen Fahrspuren. Es ist unklar, ob der defekte Lkw den Schaden verursachte. Auch ein anderes Fahrzeug könnte dafür verantwortlich sein. Die Ermittlungen der Polizei sollen hierzu Klarheit bringen. Der beschädigte Lkw wurde später in eine Werkstatt gebracht.
Die Sperrung der Autobahn war für die Säuberung unumgänglich. Zwei Ölspur-Reinigungsfahrzeuge rückten an. Sie trugen den Diesel mit einer Mischung aus Heißwasser und Reinigungsmittel ab. Nur so konnte die Griffigkeit der Fahrbahn wiederhergestellt werden. Diese Arbeiten nahmen mehrere Stunden in Anspruch. Gleichzeitig mussten sich Arbeiter um den kaputten Schachtdeckel kümmern. Die Reparatur gestaltete sich als besonders aufwendig.
Mitarbeiter der Autobahnmeisterei mussten den gesamten Rahmen austauschen. Mit einem Presslufthammer stemmten sie den alten Betonrahmen aus dem Asphalt. Anschließend wurde ein komplett neuer Rahmen eingesetzt.
Die parallel laufenden Reinigungsrabeiten konnten im südlichen Bereich zuerst abgeschlossen werden. Dadurch konnte gegen 10:15 Uhr die Überleitung von der B28 aus Richtung Senden auf die A7 Richtung Memmingen wieder freigegeben werden. Danach arbeiteten sich die Reinigungsmaschinen weiter in Richtung Norden vor.
Die stundenlange Sperrung hatte gravierende Auswirkungen auf den Verkehr. Der Rückstau auf der Autobahn A7 erreichte eine Länge von bis zu sechs Kilometern. Autofahrer und Lkw-Fahrer mussten erhebliche Wartezeiten in Kauf nehmen. Der Verkehr wurde über die Bundesstraße 28 nach Senden umgeleitet. Von dort aus mussten sich die Fahrzeuge durch das Stadtgebiet quälen. Die Route führte weiter in Richtung Vöhringen zurück zur A7.
Auch auf den Umleitungsstrecken kam es zu starken Behinderungen. Viele ortskundige Fahrer wichen zusätzlich auf Landstraßen aus. Sie fuhren bereits ab der Anschlussstelle Nersingen von der Autobahn ab. Dies führte in allen Ortsdurchfahrten immer wieder zu stockendem Verkehr. Besonders betroffen war auch die Bundesstraße 28 in Richtung Ulm. Zwischen Hittistetten und Senden herrschte zeitweise Stillstand.
Kurioserweise hatte der Blitzeranhänger der Polizei eine ruhige Zeit. Er soll Raser am Baustellenende erfassen. Über Stunden fuhr dort jedoch wegen der Sperrung kein einziges Fahrzeug vorbei.
Am Autobahndreieck Hittistetten wird noch länger gebaut. Die dortigen Brücken werden noch bis Ende des Jahres saniert. Verkehrsteilnehmer müssen sich daher weiterhin auf Behinderungen einstellen. Aktuell ist die Überleitung von Senden in Richtung Kreuz Elchingen gesperrt. Die offizielle Umleitung führt über die Anschlussstelle Vöhringen.
Gegen 12 Uhr war die A7 wieder frei. Der Stau löste sich danach zügig auf.