Der rätselhafte Opel Manta aus der Donau hat vorerst einen neuen Platz gefunden. Seit Dienstag, 7. Juli, steht das Wrack auf dem Außengelände der Oldtimerfabrik in der Lessingstraße in Neu-Ulm. Dort ist der Wagen hinter dem Zaun für Besucher und Passanten zu sehen.
Gefunden wurde der Wagen Ende Mai in der Donau bei Oberelchingen. Ein Angler hatte mit einem Echolot ein ungewöhnliches Objekt unter Wasser entdeckt und die Polizei verständigt.
Taucher fanden das Auto anschließend in etwa fünf Metern Tiefe. Feuerwehr, Wasserwacht und das Technische Hilfswerk waren mit mehr als 50 Einsatzkräften über sieben Stunden beschäftigt, bis der Wagen aus dem Fluss gehoben werden konnte. Nach Angaben der Polizei handelt es sich um einen Opel Manta A mit Baujahr um 1970.
Zunächst konnte die Polizei den früheren Halter nicht ermitteln, weil entsprechende Archivdaten fehlten. Später meldete sich eine Zeugin. Ihr zufolge wurde der Opel Manta bereits 1972 ihrem damaligen Ehemann gestohlen. Der Mann zog in den 1970er-Jahren zurück in die USA.
Wann und wie das Auto anschließend in die Donau gelangte, ist weiterhin unklar. Deshalb lässt sich auch nicht zweifelsfrei sagen, dass der Wagen direkt nach dem Diebstahl versenkt wurde.
Die Oldtimerfabrik möchte das außergewöhnliche Wrack als Ausstellungsstück zeigen. Eine Restaurierung ist angesichts des Zustands nicht geplant. Stattdessen soll der verformte und verrostete Manta für sich selbst stehen und die Fantasie der Betrachter anregen.
Ob das Auto dauerhaft in Neu-Ulm bleiben darf, steht allerdings noch nicht fest. Die Eigentumsverhältnisse sind bislang nicht abschließend geklärt. Vorerst kann der Donau-Manta aber auf dem Gelände der Oldtimerfabrik besichtigt werden.