Dornstadt: Mit dem Sattelzug durch den DriveIn

Mit seinem Sattelzug fuhr am Samstagabend ein Lkw-Fahrer durch den "Drive-In", den Mitnahmeschalter an einem Dornstadter Schnellrestaurant. Es kam wie es kommen musste, natürlich blieb der Lastwagen stecken und konnte nur mit Hilfe von zwei Abschleppwagen und den kreativen Lösungen des Bergepersonals befreit werden.

 

 

Eigentlich war der Fahrer des Sattelzuges am Samstag nur auf der Suche nach einem Parkplatz für sein Gefährt. Das Gelände an der Bundesstraße 10 mit einer Tankstelle und einem Schnellrestaurant bietet auch Lkw-Parkplätze an. Durch die Bauarbeiten für eine neue Waschanlage ist der Parkplatz deutlich verkleinert und auch unübersichtlich. Das wurde dem Lkw-Fahrer zum Verhängnis. In der Dunkelheit übersah er wohl die Schilder „Verbot der Einfahrt“ und fuhr entgegen der Fahrtrichtung in die Fahrspur zum Abholschalter. Die Höhenbeschränkung auf 2,80 Meter an der Einfahrt blockierte ihm das vollständige Umrunden des Restaurants, die nur für Pkw gedachten engen Radien in den Kurven machten in der Dunkelheit das rückwärts Herausrangieren unmöglich. So entschied sich der Lkw-Fahrer kurzerhand für die pragmatische Lösung, geradeaus durch eine Wiese zu fahren. Nachdem er bis hierher kein Glück hatte, kam nun auch noch Pech dazu.

Beherztes Gasgeben wurde ihm zum Verhängnis

Am Rand der Wiese befand sich der Deckel zu einem Kanalschacht. Beim Versuch vorsichtig durch die Wiese zu kommen, hing die Sattelzugmaschine kurz fest, beim beherzten Gasgeben wurde der Kanaldeckel mitsamt seiner Betonumrandung herausgerissen und verkeilte sich schließlich vor der zweiten Achse seines Sattelaufliegers, während die Antriebsachse in der feuchten Wiese durchdrehte.

Um den Sattelzug schonend zu bergen, hoben die Bergefachleute den Sattelauflieger mit einem Wagenheber an und montierten das mit dem Schachtdeckel verkeilte Rad ab. Mit der Seilwinde des Abschleppwagens konnte der Betonring des Schachtdeckels auf die Seite gezogen werden. Das Loch in den Untergrund mussten sie anschließend mit Holzbohlen abdecken. Anschließend wurde der komplette Sattelzug mit der Seilwinde eines großen Lkw-Abschleppers weiter durch die Wiese bis auf die Lerchenbergstraße gezogen.

Anschließend musste das fehlende Rad wieder an den Sattelauflieger montiert werden.


Text/Foto: Thomas Heckmann

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