Nach zwei bewaffneten Raubüberfällen auf Tankstellen in Günzburg und Ichenhausen hat die Kriminalpolizei Neu-Ulm drei Tatverdächtige festgenommen. Laut Polizeipräsidium Schwaben Süd/West handelt es sich um einen 17-jährigen Deutsch-Türken, einen 18-jährigen Deutschen und einen 18-jährigen Syrer.
Die Ermittler konnten die drei Verdächtigen am Mittwoch identifizieren. Danach kam es im Bereich Ichenhausen zu Durchsuchungen, unterstützt von Spezialkräften. Dabei wurden unter anderem die mutmaßliche Tatwaffe, eine Softairpistole sowie mögliche Tatkleidung sichergestellt.
Der erste Überfall ereignete sich am Montagabend in der Schlachthausstraße in Günzburg. Ein maskierter Täter bedrohte den Tankwart mit einer schwarzen Pistole und flüchtete mit Bargeld im mittleren dreistelligen Bereich.
Nur einen Abend später wurde eine Tankstelle in der Krumbacher Straße in Ichenhausen überfallen. Dort bedrohten zwei maskierte Täter einen Angestellten und einen Kunden ebenfalls mit einer schwarzen Pistole. Sie erbeuteten Bargeld im niedrigen vierstelligen Bereich sowie Zigaretten und flüchteten zu Fuß.
Nach aktuellem Ermittlungsstand geht die Polizei davon aus, dass beide Taten zusammenhängen und von denselben Tätern begangen wurden. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Memmingen wurden die drei Tatverdächtigen am Donnerstag dem Bereitschaftsrichter beim Landgericht Memmingen vorgeführt.
Der Richter erließ Haftbefehle gegen alle drei. Sie wurden anschließend in verschiedene Justizvollzugsanstalten gebracht. Die Kriminalpolizei Neu-Ulm ermittelt weiter zu den Hintergründen der Taten und zur genauen Schadenshöhe.