ratiopharm ulm hat im zweiten EuroCup-Duell des neuen Jahres eine Niederlage hinnehmen müssen. Beim Auswärtsspiel in Istanbul setzte sich Beşiktaş GAIN mit 97:76 durch. Die Ulmer traten personell geschwächt an und mussten erneut ohne Nelson Weidemann und Alec Anigbata auskommen, kämpften aber bis in die Schlussminuten beherzt.
Gastgeber mit Power unter dem Korb
Beşiktaş hatte sich bereits vor der Saison gezielt verstärkt und zeigte genau das auf dem Parkett: viel Physis, klare Rollenverteilung und ein starkes Zusammenspiel. Dreh- und Angelpunkt war einmal mehr Ante Žižić, der unter dem Korb kaum zu stoppen war. Die Türken sammelten zahlreiche Rebounds ein und verschafften sich damit immer wieder zusätzliche Wurfmöglichkeiten – ein Schlüssel zum späteren Sieg.
Ulm startet mutig, verliert aber in Viertel zwei den Anschluss
Ulm erwischte einen ordentlichen Start in die Partie. Nach schnellem Schlagabtausch und Treffern auf beiden Seiten entwickelte sich zunächst ein offenes Spiel. Die Gäste kamen über Fastbreaks und gute Aktionen am Brett zu Punkten und gestalteten das erste Viertel ausgeglichen.
Im zweiten Spielabschnitt drehte Beşiktaş dann auf. Offensiv-Rebounds und sicher verwandelte Freiwürfe ließen die Gastgeber davonziehen. Ulm hielt defensiv dagegen und setzte einzelne Highlights, konnte den Rückstand zur Pause aber nicht verhindern.
Nach der Halbzeit setzt sich Beşiktaş ab
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Istanbul erneut das Tempo. Eine zweistellige Führung war schnell hergestellt. Ulm suchte weiter mutig den Weg zum Korb, traf auch wichtige Würfe von außen, fand aber nicht mehr dauerhaft in den eigenen Rhythmus. Immer wieder nutzte Beşiktaş Ballgewinne und Fastbreaks konsequent aus und kontrollierte die Partie bis zum Schluss.
Im letzten Viertel versuchten die Uuulmer noch einmal alles, verkürzten phasenweise, mussten sich am Ende aber der größeren Tiefe und Durchschlagskraft der Hausherren geschlagen geben.
Starke Einzelauftritte auf Ulmer Seite
Trotz des Ergebnisses zeigten mehrere Ulmer beeindruckende Leistungen.
Allen voran Chris Ledlum, der mit Punkten, Rebounds und Assists Verantwortung übernahm und immer wieder offensive Impulse setzte. Tobias Jensen punktete zuverlässig und war von der Dreierlinie gefährlich. Mark Smith sorgte ebenfalls für wichtige Abschlüsse und hielt Ulm offensiv im Spiel.
Head Coach Ty Harrelson lobte den Einsatz seiner Mannschaft: Auch mit reduziertem Kader habe das Team Charakter gezeigt — letztlich habe aber ein schwächeres zweites Viertel den Ausschlag gegeben.