Es ist kurz nach Sonnenaufgang in Schwaben. Über den Feldern liegt noch kühle Morgenluft, während auf vielen Wiesen bereits die erste Mahd vorbereitet wird. Genau jetzt beginnt für die ehrenamtlichen Helfer der Rehkitzrettung die wichtigste Zeit des Jahres.
Denn: Rehkitze fliehen bei Gefahr nicht. Ihr Instinkt sagt ihnen, regungslos im hohen Gras liegenzubleiben. Für moderne Mähmaschinen endet das oft tödlich.
Deshalb starten Teams wie der Verein Langenauer Kitzrettung e.V. schon in den frühen Morgenstunden ihre Einsätze – ausgestattet mit Drohnen, Wärmebildkameras und jeder Menge Erfahrung.
DONAU 3 FM Reporterin Isi Tausend durfte das Team bei einem Einsatz begleiten. Noch vor Sonnenaufgang wird die Drohne vorbereitet. Die niedrigen Temperaturen am Morgen sind entscheidend: Nur dann lassen sich die warmen Körper der Tiere zuverlässig auf den Wärmebildern erkennen.
Auf dem Bildschirm der Drohne erscheinen plötzlich helle Punkte mitten im Feld. Zwei Rehkitze haben sich tatsächlich im hohen Gras versteckt.
Jetzt muss alles schnell gehen.
Die Helfer laufen gezielt zu den Stellen, sichern die Tiere vorsichtig mit Handschuhen und speziellen Boxen und bringen sie vorübergehend in Sicherheit – während der Landwirt die Wiese mäht.
Für viele Landwirte gehört die Zusammenarbeit mit den Kitzrettern inzwischen fest zur ersten Mahd dazu. Auch in Langenau läuft die Abstimmung eng und unkompliziert.
Nur durch diese Zusammenarbeit können jedes Jahr unzählige Tiere gerettet werden.
Und genau das macht die Arbeit der Ehrenamtlichen so besonders: Sie investieren ihre Freizeit, stehen mitten in der Nacht auf und sind oft stundenlang unterwegs – alles, um Leben zu retten.
Die komplette DONAU 3 FM Reportage zur Rehkitzrettung in Langenau mit allen Eindrücken, O-Tönen und dem Einsatz vor Ort könnt ihr euch hier nochmal in voller Länge anhören.
Außerdem findet ihr das Video zur Rehkitzrettung auf unseren Social-Media-Kanälen unter DONAU 3 FM.