Ein Leben für die Ulmer Feuerwehr: Peter Eimert nach 50 Jahren im Ehrenamt verabschiedet

"Papa Peters Pergola"

Ulm-Söflingen sagt Danke: Peter Eimert beendet nach 50 Jahren seinen ehrenamtlichen Dienst bei der Feuerwehr. Zum Abschied überraschten ihn seine Kameraden mit einer besonderen Geste: Die Pergola vor der Söflinger Feuerwache heißt jetzt „Papa Peters Pergola“. Heute feiert er seinen 65. Geburtstag.

Peter Eimert feiert am heutigen Montag seinen 65. Geburtstag. Damit beendet er auch nach 50 Jahren seinen Dienst als ehrenamtlicher Feuerwehrmann. Seine Kameraden überraschten ihn zum Abschied mit der Taufe der Pergola vor der Söflinger Feuerwache auf seinen Namen. Eimert war von dieser Geste sichtlich gerührt.

"Papa Peters Pergola"

Peter Eimert war 50 Jahre lang Feuerwehrmann, sein Engagement stets ehrenamtlich. Am vergangenen Freitag hatte er seine letzte Übung. Danach wurde er von seinen Kollegen geehrt. Die von ihm initiierte Pergola heißt jetzt "Papa Peters Pergola". Er hatte sich sehr für diesen Treffpunkt eingesetzt. Die Kameradschaftspflege war ihm immer wichtig. Während seine Kollegen übten, kochte er für sie. Es gab Spaghetti aglio e olio zum Abschied. Eimert zeigte sich tief bewegt von der Anerkennung. Er schlug die Hände vor sein Gesicht.

Eimerts lange Karriere war von großem Einsatz geprägt. "Mein Leben war stark von der Feuerwehr geprägt", sagt er. Seine Familie musste oft zurückstecken. Der Piepser rief ihn zu jeder Tages- und Nachtzeit. Doch der Einsatz gab ihm auch viel zurück. "Ich hab viel gelernt bei der Feuerwehr", betont Eimert. Diese Zeit habe ihn ruhiger und besonnener gemacht. Anderen zu helfen, war immer seine Motivation. Er legte stets Wert auf gute Zusammenarbeit. "Helft euch gegenseitig, pfleget Kameradschaft", war sein Credo. Ein Fehler im Einsatz könne fatale Folgen haben.

Ein halbes Jahrhundert im Dienst

Ab 2005 war Eimert zehn Jahre Abteilungskommandant im Ulmer Stadtteil Söflingen. In dieser Zeit gab es wichtige Ereignisse. 2013 feierte die Feuerwehr Söflingen ihr 150-jähriges Bestehen. Gleichzeitig wurde die Jugendfeuerwehr 50 Jahre alt. Die Jugendarbeit liegt Eimert besonders am Herzen. "Wir haben unsere Jugendfeuerwehr", erklärt er stolz. Die Führung sei hier sehr engagiert. Es gebe so viele Anfragen, dass man bremsen müsse. Der Nachwuchs für die Feuerwehr ist in Söflingen gesichert. Das jährliche Frühlingsfest am Muttertag ist ein Highlight. Es zieht Tausende von Besuchern an.

Die Ausbildung bei der Feuerwehr hat sich verändert. "Früher war Handwerk wichtig", erinnert sich Eimert. Heute kämen viele Studenten zur Feuerwehr. Sie werden ausgebildet und gehen oft wieder. Manche bleiben, wenn sie einen guten Job finden. Führungsaufgaben waren für Eimert eine Herausforderung. Er wuchs langsam in diese Rollen hinein. "Man wächst da auch ein bisschen rein", meint er. Die Verantwortung für ein Fahrzeug sei eine Belastung. Aber mit der Zeit komme die Erfahrung. Man sei außerdem nie allein im Team.

Unvergessliche Einsätze

Es gab viele unvergessliche Einsätze in 50 Jahren. Einer der schönsten war die Rettung von Entenküken. "Die Mutterente habe ich dann gepackt", erzählt Eimert. Danach ließen sich die Küken leicht einsammeln. Aber es gab auch dramatische Ereignisse. Der Brand des Laborgebäudes der Universität ist ihm im Gedächtnis geblieben. "Das ist ein Einsatz, den ich nie vergessen werde", sagt er. Der Kampf gegen die Flammen war intensiv. Solche Momente prägen einen Feuerwehrmann. Trotz der Gefahren würde er sich wieder so entscheiden.

Schweren Herzens verlässt er nun den aktiven Dienst. Er blickt aber mit Stolz auf seine Zeit zurück. Die Abteilung Söflingen habe sich sehr gut entwickelt. Und seine Pergola bleibt als Teil davon bestehen, in der er auch zukünftig abends sitzen wird und sich freut, wenn Kameraden vorbeikommen, um zusammenzusitzen, Erfahrungen auszutauschen. Peter Eimert würde wieder zur Feuerwehr gehen.

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