Ein Angler hat am Samstagmittag in der Donau bei Oberelchingen ein versunkenes Auto entdeckt. Das Wrack lag auf Höhe der Firma Bosch Rexroth im Wasser. Feuerwehr, Wasserwacht, DLRG und THW waren rund sechs Stunden im Einsatz.
Der Angler hatte das Fahrzeug mit seinem Echolot geortet und anschließend die Leitstelle alarmiert. Zunächst war unklar, ob es sich möglicherweise um einen Unfall handelt und ob sich noch Menschen in dem Auto befinden. Deshalb rückten die Feuerwehren aus Thalfingen und Oberelchingen, die Wasserwacht, die DLRG und später auch das THW Neu-Ulm an.
Taucher konnten das Fahrzeug dank der genauen Angaben des Anglers schnell finden. Danach gab es Entwarnung: In dem Auto befanden sich keine Personen. Nach ersten Erkenntnissen lag das Wrack schon seit vielen Jahren in der Donau.
Bei dem Fahrzeug handelt es sich offenbar um einen alten Opel Manta, Baujahr etwa zwischen 1975 und 1981. Die Bergung war aufwendig, weil sich über die Jahre viel Schlamm im Auto gesammelt hatte. Dadurch war das Wrack sehr schwer.
Die Bergungstauchergruppe des THW Neu-Ulm rückte mit 18 Helfern und fünf Fahrzeugen an. Das Auto wurde zunächst mit Hebekissen angehoben und anschließend mit einer Seilwinde ans Ufer gezogen. Ein Kran hob das stark beschädigte Fahrzeug schließlich aus der Donau.
Während der Bergung traten Betriebsstoffe aus dem Auto aus. Einsatzkräfte legten deshalb vorsorglich Ölsperren aus. Am Abend musste die Feuerwehr Elchingen erneut ausrücken, um weitere Ölreste einzudämmen.
Die Polizei hat das Wrack zur Beweissicherung übernommen. Jetzt soll geklärt werden, wem das Auto gehörte und wie es in die Donau gekommen ist. Kennzeichen wurden nicht gefunden. Auch eine Fahrgestellnummer konnte zunächst nicht festgestellt werden.