Energiekonzern prüft zweites Gaskraftwerk am früheren AKW-Standort Gundremmingen

Bürgerinfo am 16. September

Am früheren Atomkraftwerk Gundremmingen könnte neben einer bereits genehmigten Anlage noch ein zweites Gaskraftwerk entstehen. Der Energiekonzern RWE prüft derzeit eine weitere sogenannte Peaker-Anlage.

Am ehemaligen Atomkraftwerk Gundremmingen könnte ein weiteres Gaskraftwerk entstehen. Der Energiekonzern RWE prüft dort den Bau einer zweiten sogenannten Peaker-Anlage.

Solche Kraftwerke sollen vor allem dann Strom liefern, wenn kurzfristig besonders viel Energie gebraucht wird. Eine erste Anlage am Standort ist bereits genehmigt, aber noch nicht gebaut. Eine endgültige Investitionsentscheidung für die Projekte gibt es laut RWE bislang nicht.

Was ist eine Peaker-Anlage?

Peaker-Anlagen sind Gaskraftwerke, die vor allem bei kurzfristig hohem Strombedarf zum Einsatz kommen sollen. Sie dienen damit als Reserve, wenn andere Stromquellen den Bedarf gerade nicht vollständig decken können.

Für die erste geplante Anlage in Gundremmingen ist eine Leistung von rund 124 Megawatt vorgesehen. Sie soll zunächst mit Erdgas betrieben werden können und später nach einer entsprechenden Umrüstung auch mit Wasserstoff.

Zweites Kraftwerk in direkter Nähe geplant

Die mögliche zweite Peaker-Anlage soll auf einer Fläche im direkten Umfeld der heutigen Rückbauanlage entstehen. Diese liegt bereits auf Gundelfinger Stadtgebiet.

RWE prüft dort derzeit, ob sich ein weiteres Kraftwerk umsetzen lässt. Ob es tatsächlich gebaut wird und wann ein möglicher Baustart wäre, steht noch nicht fest.

Bürgerinfo am 16. September

Über die Pläne will RWE am Mittwoch, 16. September, informieren. Die Bürgerveranstaltung findet von 18 bis 20 Uhr im RWE-Informationszentrum in der Dr.-August-Weckesser-Straße 1 in Gundremmingen statt.

Dort soll der aktuelle Stand der Planung vorgestellt werden. Besucher können außerdem Fragen zu dem möglichen zweiten Kraftwerk stellen.

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