Die SPD Baden-Württemberg will ihren Neuanfang an der Donau starten. Nach dem historisch schlechten Ergebnis bei der Landtagswahl im März soll die Partei eine neue Führung bekommen. Im Mittelpunkt stehen Isabel Cademartori aus Mannheim und Robin Mesarosch aus Sigmaringen.
Das Duo hat sich bei der Mitgliederbefragung zur künftigen Landesspitze klar durchgesetzt. Laut Medienberichten kamen Cademartori und Mesarosch auf 56,5 Prozent der gültigen Stimmen. Die Tübinger Landtagsabgeordnete Dorothea Kliche-Behnke erreichte demnach 24,5 Prozent, Carsten Lotz kam auf 16,9 Prozent.
Endgültig entschieden ist die neue Parteispitze damit aber noch nicht. Offiziell gewählt wird sie erst beim Landesparteitag der SPD Baden-Württemberg. Der findet am Freitag und Samstag in der Donauhalle der Ulm-Messe statt.
Für die Südwest-SPD geht es dabei um deutlich mehr als nur neue Namen an der Spitze. Nach dem Absturz auf 5,5 Prozent bei der Landtagswahl steckt die Partei in einer schweren Krise. Der bisherige Landeschef Andreas Stoch hatte noch am Wahlabend seinen Rückzug angekündigt.
Cademartori sitzt seit 2021 im Bundestag. Mesarosch war von 2021 bis 2025 Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Zollernalb-Sigmaringen und erreicht über soziale Medien ein großes Publikum. Beide sollen die SPD Baden-Württemberg nun aus der Krise führen.
Der Landesparteitag in Ulm wird damit zum Startpunkt für die personelle und inhaltliche Neuaufstellung der Partei.