Entscheidung über Felchenfang am Bodensee erwartet

Ein Fangverbot war 2024 eingeführt worden, weil die Bestände innerhalb weniger Jahre stark eingebrochen waren. Inzwischen gibt es laut Fachleuten Hinweise darauf, dass sich die Population wieder etwas erholt.

Felchen gehören zu den bekanntesten Fischen aus dem Bodensee. Seit drei Jahren darf der Fisch im Großteil des Sees nicht mehr gefangen werden. Heute beraten Vertreter der Anrainerstaaten darüber, ob das Fangverbot gelockert wird.

Bei der Jahrestagung der Internationalen Bevollmächtigtenkonferenz für die Bodenseefischerei in Wasserburg soll eine Entscheidung fallen. Mit am Tisch sitzen Vertreter aus Bayern, Baden-Württemberg, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein. Stimmen sie einstimmig zu, könnten Felchen ab 2027 wieder in begrenztem Umfang gefischt werden.

Das Fangverbot war 2024 eingeführt worden, weil die Bestände innerhalb weniger Jahre stark eingebrochen waren. Inzwischen gibt es laut Fachleuten Hinweise darauf, dass sich die Population wieder etwas erholt. Baden-Württemberg hat bereits signalisiert, eine vorsichtige Wiederaufnahme des Felchenfangs zu unterstützen. Auch Bayern betont die Bedeutung der traditionellen Berufsfischerei am Bodensee.

Eine Rückkehr zu den früheren Fangregeln gilt allerdings als unwahrscheinlich. Diskutiert werden strengere Vorgaben, etwa größere Maschenweiten, weniger Netze oder weniger Fangtage. Damit soll verhindert werden, dass die Bestände erneut unter Druck geraten.

Für die Berufsfischer am Bodensee ist die Entscheidung von großer Bedeutung. Felchen gelten als wichtigste traditionelle Fischart des Sees und waren lange ein fester Bestandteil auf Speisekarten rund um den Bodensee. Forscher mahnen jedoch zur Vorsicht: Die positive Entwicklung solle nicht zu früh gefährdet werden.

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