Erster Fusionsreaktor Bayerns kommt nach Gundremmingen

Entscheidung wird vor Ort begrüßt

Gundremmingen wird zur Zukunftsregion der Energieversorgung: Die Bayerische Staatsregierung hat entschieden, dass der erste kommerzielle Fusionsreaktor Deutschlands in Gundremmingen gebaut wird.

Ministerpräsident Markus Söder verkündete die richtungsweisende Entscheidung heute, die in der Region für große Freude sorgt. Landtagsabgeordnete Jenny Schack, Landrat Hans Reichhart und Bürgermeister Tobias Bühler zeigen sich begeistert über „die neue Ära der Energieversorgung“, die das Ergebnis vieler Gespräche und intensiver Überzeugungsarbeit ist.

Pluspunkt: Keine radioaktiven Abfälle

„Unsere Region liefert mit diesem Projekt die Antwort auf die entscheidenden Energiefragen der Zukunft“, betont Landrat Reichhart. „Der Magnetfusionsreaktor verspricht eine CO₂-freie und grundlastfähige Energiequelle, die langfristig stabile Energiepreise sichern wird – ein unschätzbarer Vorteil für unsere Bürgerinnen und Bürger sowie die lokale Wirtschaft.“

Ein zentraler Pluspunkt der Fusionstechnologie im Vergleich zur konventionellen Kernkraft ist ihre Umweltbilanz: Bei der Fusion entstehen keine langlebigen, hochradioaktiven Abfälle. Landtagsabgeordnete Schack erklärt: „Mit der Entscheidung für die Magnetfusion setzen wir auf eine innovative Technologie, die höchste Sicherheitsstandards mit klimaschonender Energieerzeugung vereint. Sie liefert grundlastfähigen Strom, ohne das ungelöste Problem der Endlagerung an die nächste Generation weiterzugeben.“

Ein Magnet-Fusionsreaktor nutzt extrem starke Magnete zur Kernfusion. Dabei wird über 100 Millionen Grad heißes Plasma aus Wasserstoff eingeschlossen und stabilisiert. Dadurch entsteht Energie, der Vorgang ähnelt der Kernfusion auf der Sonne.

Projekt vor Jahren angestoßen

In den vergangenen Jahren haben Schack, Reichhart und Bühler gemeinsam mit RWE, Universitäten, Hochschulen, Unternehmen und Start-ups intensiv über die Zukunft des Standorts Gundremmingen beraten. Ziel war es, nach dem Ende der Kernenergie sowohl weiterhin Strom zu erzeugen als auch innovative Technologien anzusiedeln. Bereits mit dem Bau des Batteriespeichers wurde die erste große Investition am Standort gestartet.

Bürgermeister Tobias Bühler unterstreicht die Chancen für die Region: „Nach dem Ende der Kernenergie haben wir bewusst nach vorne geschaut. Die Entscheidung für Gundremmingen ist ein starkes Signal: Wir sichern hochqualifizierte Arbeitsplätze, nutzen unsere bestehende Infrastruktur und leisten einen aktiven Beitrag zu sauberem, verlässlichem und CO₂-freiem Strom.“

Mit dem Fusionsreaktor will Gundremmingen zum Vorreiter der deutschen Energieinnovation werden. Es gibt aber auch ein paar kritische Stimmen aus der Bürgerschaft, weiterhin Atomkernfusion in der Region zu betreiben. Trotzdem soll Gundremmingen eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung nachhaltiger Stromversorgung einnehmen.

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