Erstes Hebammen-Studium in Heidenheim/Ulm startet

Am Universitätsklinikum Ulm hat der neue duale Studiengang Angewandte Hebammenwissenschaft in Zusammenarbeit mit der Dualen Hochschule Heidenheim (DHBW) begonnen.




Es ist der erste Studiengang seiner Art an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Heidenheim: angewandte Hebammenwissenschaft. Der duale Partner ist das Universitätsklinikum Ulm mit der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe.

Am 1. Oktober ging’s los: 22 Studierende begannen ihr Studium. Warum keine schlichte Ausbildung zur Hebamme erklärt die zuständige Studiengangleitung Professorin Elvira Hoffmann in einer Mitteilung der Uniklinik: „Der neue Studiengang bietet ihnen die Möglichkeit, die staatliche Anerkennung als Hebamme und einen Abschluss als Bachelor of Science zu erlangen“. Mit der Einführung des Bachelor-Studiums läuft die klassische Hebammenausbildung aus, die Reform der Ausbildung wurde bundesweit beschlossen.

Studium soll Beruf attraktiver machen

Die Akademisierung des Hebammen-Berufs soll dazu beitragen die Ausbildung zu verbessern und attraktiver zu machen. Theorie und Praxis absolvieren die Studenten der DHBW immer abwechselnd am Standort Ulm. Die Theoriephasen finden am Gesundheitscampus der Akademie für Gesundheitsberufe des UKU im Kloster Wiblingen statt. Für die Praxisphasen kommen die Studierenden in die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des UKU.

Ganzes Berufsbild kennenlernen

Außerdem sammeln sie Erfahrungen bei außerklinischen Einsätzen, etwa bei freiberuflichen Hebammen oder in anderen von Hebammen geleiteten Einrichtungen. In der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des UKU erwartet die Studierenden im Praxisstudium eine umfassende universitäre Ausbildung auf höchstem wissenschaftlichem Niveau. „Als eines der größten Perinatalzentren der höchsten Versorgungsstufe (Level 1) in Deutschland haben die Hebammen und Entbindungspfleger hier die Möglichkeit in einem interdisziplinären Team zu lernen und umfassende Erfahrungen zu sammeln. Besonders eng ist die Zusammenarbeit mit der direkt angrenzenden Kinderklinik“, erklärt Professor Wolfgang Janni, Ärztlicher Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe.

Erste Praxisphase Ende November

Der Start des ersten Jahrgangs nach der Ausbildungsreform ist für die Studierenden und das Team der Frauenklinik als verantwortliche Praxiseinrichtung gleichermaßen spannend. Die Praxisphase in der Klinik beginnt Ende November, bis dahin steht Theorie an der DHBW auf dem Programm. „Dieses theoretische Wissen und die wissenschaftlichen Erkenntnisse sind die Basis für die praktische Ausbildung in unserer Klinik. Von der intensiven Ausbildungssituation profitieren aber auch die Gebärenden – sowohl fachlich, als auch durch die menschliche Zuwendung“, ergänzt Professor Frank Reister, ärztlicher Leiter der Sektion Geburtshilfe am UKU.

 

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