Die meisten Menschen besitzen den Führerschein der Klasse B. Aber was beinhaltete dieser überhaupt? Es gibt verschiedene Führerscheinklassen: A für Zweiräder, B für Pkw und C für Lkw. Mit Klasse B darf man nicht nur Autos fahren, sondern auch Fahrzeuge bis 3.500 kg, 8 Sitzplätzen und Anhängern bis 750 kg. Außerdem Kleinkrafträder bis 45 km/h, landwirtschaftliche Zugmaschinen bis 40 km/h und dreirädrige Kraftfahrzeuge.
Die Schlüsselziffer B96 erlaubt es, Anhänger über 750 kg zu ziehen. Die zulässige Gesamtmasse der Fahrzeugkombination darf bis zu 4.250 kg betragen. Das ist besonders bei Wohnwägen praktisch. Für die Eintragung ist keine Prüfung nötig, es reicht eine Fahrerschulung von 7 Unterrichtseinheiten. Die Kosten betragen zwischen 300 und 500€.
Mit der Schlüsselziffer B196 darf man Motorräder der Klasse A1 fahren. Das sind Krafträder bis 125 cm³ mit maximal 11 kW Motorleistung und einem Leistungsgewicht von 0,1 kW/kg. Hier ist lediglich eine Fahrerschulung von 9 Unterrichtseinheiten nötig. Voraussetzung: Man ist mindestens 25 Jahre alt und besitzt den Führerschein der Klasse B seit mindestens 5 Jahren. Hier variieren die Kosten zwischen 500 und 1000€.
Ein Blick auf die Rückseite des Führerscheins lohnt sich immer. Viele alte Führerscheine enthalten schon Eintragungen, die weitere Fahrzeuge erlauben, z. B. Lkw der Klasse C1 bis 7,5 t. So kann mehr gefahren werden, als gedacht. Ganz ohne neue Prüfung.