Über mehr als 30 Minuten hielten die Ulmer das Spiel offen und gaben phasenweise den Ton an. Erst im Schlussabschnitt setzte sich die individuelle Klasse der Gäste aus Montenegro entscheidend durch. Trotz guter Arbeit unter den Körben wogen die Fehler im letzten Viertel schwer. Insgesamt 31 Fouls führten zu 48 Freiwürfen für Podgorica, zudem erschwerten 18 Ballverluste den eigenen Offensivrhythmus. Die Gäste erzielten allein im Schlussviertel 37 Punkte und drehten damit die zwischenzeitliche Neun-Punkte-Führung der Hausherren. Positiv aus Ulmer Sicht war die Rückkehr von Tommy Klepeisz, der nach langer Verletzungspause erstmals seit Anfang November wieder auf dem Parkett stand.
Die Partie begann mit einem erfolgreichen Distanzwurf von Chris Ledlum, dennoch erwischte Podgorica den besseren Start. Die Gäste spielten mit hohem Tempo und aggressiver Verteidigung, während Ulm zunächst Probleme hatte, zu guten Abschlüssen in Korbnähe zu kommen. Ein früher zweistelliger Rückstand konnte durch Dreier von Justin Simon, Ledlum und Nelson Weidemann verkürzt werden, zur ersten Viertelpause lag Ulm jedoch noch knapp zurück (19:23).
Im zweiten Abschnitt fanden die Hausherren besser in ihren Rhythmus. Chris Sengfelder übernahm Verantwortung und sorgte für die erste Führung, Podgorica blieb jedoch stets in Schlagdistanz. Mark Smith brachte Ulm erneut nach vorne, kurz vor der Halbzeitpause glichen die Gäste jedoch wieder aus (45:45).
Mit sicheren Dreiern von Ledlum und Smith startete Ulm in die zweite Hälfte. In einer defensiv geprägten Phase setzten sich die Gastgeber Schritt für Schritt ab, Jensen und Weidemann bauten den Vorsprung weiter aus. Kurz vor Ende des dritten Viertels stand erstmals eine zweistellige Führung auf der Anzeigetafel (75:66).
Im Schlussabschnitt erhöhte Podgorica den Druck und kam Punkt für Punkt heran. Nach einem Dunk von James Thompson war der Ausgleich hergestellt, anschließend entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Die Gäste übernahmen in der entscheidenden Phase die Kontrolle, trafen konsequent und setzten sich am Korb durch. Ulm konnte nicht mehr gegenhalten und musste sich am Ende vor heimischem Publikum mit 90:103 geschlagen geben.