Experten prüfen Familienschätze im Heimatmuseum Günzburg

Schatz oder altes Glump?

Im Keller, auf dem Dachboden oder tief hinten im Wohnzimmerschrank: In vielen Familien schlummern alte Gegenstände mit Geschichte.

Steckt hinter der verstaubten Trachtenhaube der Urgroßmutter tatsächlich ein wertvolles Sammlerstück? Oder ist das angelaufene Silberbesteck am Ende doch nur ein Erinnerungsstück ohne großen materiellen Wert? Antworten darauf gibt es am Sonntag, 17. Mai, im Heimatmuseum Günzburg.

Anlässlich des Internationalen Museumstags lädt das Museum von 14 bis 17 Uhr zur kostenlosen Kunstsprechstunde in den historischen Rokokosaal ein. Dort nehmen gleich zwei Experten mit geschultem Blick die mitgebrachten Fundstücke der Besucher unter die Lupe.

Mit dabei ist Heimatforscher Rudolf Kombosch. Er gilt als Spezialist für Volkskunde und kennt sich unter anderem mit sakraler Kunst, historischen Krippen oder seltenen Haararbeiten aus der Biedermeierzeit aus. Bis 16 Uhr beantwortet er Fragen rund um alte Alltagsgegenstände und historische Besonderheiten.

Unterstützt wird er von Historikerin Sarah Lorenz. Sie bringt ihre Expertise zu historischem Schmuck, Trachten, Kunstgegenständen und Antiquitäten ein.

Damit die Experten möglichst fundierte Einschätzungen geben können, bittet das Museum darum, vorab Fotos und Informationen zu den jeweiligen Objekten einzusenden. Die Unterlagen sollen spätestens bis 14. Mai per Mail an museum@rathaus.guenzburg.de geschickt werden. So bleibt genügend Zeit für eine Recherche in spezieller Fachliteratur.

Auch abseits der Kunstsprechstunde lohnt sich der Besuch: Das Heimatmuseum öffnet am Aktionstag regulär von 14 bis 17 Uhr seine Türen. Während die Begutachtung im Rokokosaal kostenlos ist, kostet der Eintritt in die Ausstellungen am Internationalen Museumstag nur einen symbolischen Euro.

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