Extremschwimmer Heß startet Rekordversuch auf der Donau

Von Ulm zum Schwarzen Meer

Joseph Heß will die Donau von der Quelle bis zum Schwarzen Meer durchschwimmen. Unterwegs sammelt er Wasserproben für eine Mikroplastik-Kartierung.

Der Dresdner Langstreckenschwimmer Joseph Heß will am Freitag zu einer Rekordmission aufbrechen. Er möchte die Donau von Ulm bis zur Mündung ins Schwarze Meer durchschwimmen, gab sein Team bekannt. Mit einem symbolischen Sprung ins Wasser und einem Schluck aus der Quelle soll die etwa 2.850 Kilometer lange Reise am Samstag in Donaueschingen beginnen. In Ulm steigt Heß dann in den Fluss.

Rekordversuch ist zugleich als Umweltprojekt angelegt

Die Expedition ist zugleich ein Umweltprojekt. Entlang der gesamten Strecke will Heß nach wissenschaftlichen Vorgaben Wasserproben entnehmen. Ein Team der Mikroplastik-Expertin Karin Schuhen aus Karlsruhe analysiert die Proben und will daraus eine durchgehende Mikroplastik-Kartierung der Donau erstellen. Die Ergebnisse sollen in eine wissenschaftliche Auswertung und Handlungsempfehlungen für Politik und Gesellschaft einfließen.

Tour soll in einem Dokumentarfilm festgehalten werden

Der Dresdner Filmemacher Markus Weinberg will die Tour abschnittsweise begleiten. Aus dem Material möchte er einen Dokumentarfilm unter dem Titel «2850 km – Invisible» drehen. Heß hatte bereits die Elbe und den Rhein durchschwommen. Nach seinem Zeitplan will er am 11. Juli Passau, am 14. Juli Wien und am 2. August Belgrad passieren. Das Ziel soll am 7. September erreicht sein.

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