Fahrrad-Boom: E-Bikes als Alternative?

Gegen das, was sich seit April 2020 in den Fahrradgeschäften abspielt, ist das Klopapier-Hamstern schon fast lächerlich. Im vergangen Jahr hat die Fahrradbranche geboomt.

Rapide sinkende Bestände in allen Fahrradsegmenten haben so manche Ausstellungsfläche recht übersichtlich erscheinen lassen und auch Online stiegen die Anfragen nach Fahrrädern an. Durch die Coronapandemie konnte kein Vereinssport stattfinden, in den Urlaub fahren war nur bedingt möglich und der Abstand zu anderen Menschen soll eingehalten  werden - da ist das Fahrradfahren eine willkommene Alternative. Bewegung ist für den Organismus wichtig. Doch genau davon haben viele berufstätige Erwachsene zu wenig. Nicht nur die mangelnde Zeit ist dabei ein Problem: Vielen fehlt die Motivation. Den Spaß am Radfahren haben vor allem  im vergangen Jahr viele Menschen durch das E-Bike wieder gefunden.

 

E-Bike Nachfragen steigen 

Das motorisierte Lastenrad als Transportmittel für Kinder und Einkäufe im Alltag - und ein Leihwagen, wenn längere Strecken nötig sind: Damit freunden sich immer mehr Familien an. Auch die Entscheidung, zum Pendeln aufs E-Bike umzusteigen, liegt im Trend. Auf der Seite e.bike.de wurden die besten e-Bikes 2021 in den einzelnen Segmenten zusammengestellt. Die Auswahl ist sicherlich auch ein Stück subjektiv, beruht jedoch auf über 10 Jahren Erfahrung als Spezialist im e-Bike Markt und wird ergänzt durch Erkenntnisse aus denTestberichten der gängigen Testzeitschriften oder Institute.

 

Studie bestätigt E-Bike als vollwertiges Workout

Im European Journal of Apllied Physiology wurde vergangenes Jahr eine Studie veröffentlicht, in welcher sich Forscher der University of Colorado mit dem Thema E-Bikes befassten. Dabei ging es den Amerikanern vor allem darum, zu testen, ob das Fahren auf dem E-Bike für Menschen, welche sonst nicht oft trainieren, ein vollwertiges Workout sein kann. 20 Probanden - Männer und Frauen - sollten mindestens drei Mal pro Woche 40 Minuten mit dem E-Bike unterwegs sein. Einen Monat lang. Die Geschwindigkeit sollte nach eigenem Wohlbefinden frei gewählt werden. Dabei benutzten die Teilnehmer der Studie Pedelecs, also E-Bikes, die nicht von alleine fahren. Im Voraus wurden die Probanden im Labor auf Herz und Nieren geprüft. Das Ergebnis: Alle Teilnehmer hatten sich an die zeitliche Vorgabe gehalten. Die Mehrzahl saß sogar bis zu 50 Prozent länger im Sattel als verlangt. Auch die Intensität war durchaus hoch. Der durchschnittliche Puls lag bei 75 Prozent der jeweiligen Höchstgrenze. Die Probanden hatten also ein moderates Workout. Jeder Einzelne hatte deutlich bessere Fitness- und Gesundheitswerte im zweiten Labor-Test. Vor allem für Menschen, die sich wieder mehr bewegen wollen ist ein E-Bike eine sinnvolle Alternative gegenüber dem Fahrrad. Auch vor ältere Menschen sind die E-Bikes toll, um fit zu bleiben.Für trainiertere Fahrer kann das Pedelec in vieler Hinsicht auch eine Alternative sein. Der Trainingseffekt ist hier zwar nicht mehr ganz so hoch, doch für Regenerationsmaßnahmen ist das E-Bike ebenso denkbar wie nach Verletzungen.

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