In Stockach im Landkreis Konstanz ist eine 37-jährige Frau Opfer eines raffinierten Betrugs geworden. Ein angeblicher Bankmitarbeiter kontaktierte sie am Mittwoch per WhatsApp und gab vor, ihr bei der Rückforderung unrechtmäßiger Abbuchungen helfen zu wollen.
Da in der Vergangenheit tatsächlich unberechtigte Zahlungen von ihrem Konto erfolgt waren, schöpfte die Frau keinen Verdacht. Auf Aufforderung gewährte sie dem Anrufer Fernzugriff auf ihr Mobiltelefon und bestätigte mehrere Push-TAN-Transaktionen. Erst nach dem Telefonat bemerkte sie, dass insgesamt rund 10.000 Euro von ihren Konten und ihrem PayPal-Konto abgebucht worden waren.
Die Polizei warnt erneut eindringlich vor dieser Betrugsmasche. Insbesondere sollten Handy, Laptop oder andere digitale Geräte niemals Fremden für Fernzugriff freigegeben werden – auch nicht, wenn sich diese als Bankmitarbeiter ausgeben.
Die Ermittlungen laufen. Betroffene werden gebeten, sofort ihre Bank zu informieren und Anzeige zu erstatten, um weiteren Schaden zu verhindern. Die Polizei betont, dass solche Anrufe oft gut vorbereitet sind und selbst erfahrene Bankkunden täuschen können.
Tipps der Polizei zur Prävention:
Keine fremden Personen per Telefon oder WhatsApp auf Geräte zugreifen lassen.
TAN-Nummern niemals weitergeben, auch nicht bei angeblichen Bankmitarbeitern.
Im Zweifel direkt die Bankfiliale kontaktieren, bevor irgendwelche Anweisungen befolgt werden.