Fanmarsch zum Zoff ums Donaustadion: Ulmer SSV-Anhänger machen Druck

„Gebt das Donaustadion frei“

Fans des SSV Ulm 1846 Fußball ziehen heute vom Rathaus zum Donaustadion. Hintergrund ist der Zoff um die Zukunft des Stadions.

Die Debatte um die Zukunft des Donaustadions erreicht am heutigen Samstagvormittag einen neuen Höhepunkt: Unter dem Motto „Gebt das Donaustadion frei“ plant die organisierte Fanszene des SSV Ulm 1846 Fußball einen Fanmarsch vom Ulmer Rathaus zum Donaustadion.

Anlass ist die hitzige Diskussion um die Nutzung der fast 100 Jahre alten Spielstätte, die am Montag in eine entscheidende Phase geht. Dann stellt die Stadt Ulm im Rathaus ihren Masterplan zur Umgestaltung des Stadions vor.

Zoff um Zukunft des Donaustadions

Die Zukunft des Donaustadions ist seit langem ein Streitthema. Die Zweitliga-Fußballer des SSV Ulm 1846 wollen das Stadion der Stadt abkaufen und zu einer reinen Fußball-Arena umbauen, um den Profifußball in Ulm langfristig zu sichern. Der SSV-Hauptverein, der das Stadion bisher gemeinsam mit dem Fußball nutzt, lehnt diesen Vorschlag jedoch ab. Besonders die Leichtathletik-Abteilung, die das Stadion als Trainingsstätte benötigt, möchte nicht weichen.

Die Sitzung am Montag ist nicht öffentlich, doch spätestens im Frühjahr muss der Gemeinderat eine Entscheidung treffen. Für die Fans steht fest: Sie unterstützen die sogenannte „Zwei-Stadien-Lösung“, bei der das Donaustadion zum Fußballstadion umgebaut und an einem anderen Standort eine neue Leichtathletik-Arena errichtet wird.

Lizenz für 2. Bundesliga sichern

Bereits beim Heimspiel gegen Greuther Fürth Anfang Dezember hatten die Fans mit einem Banner Kritik geäußert: „40 Millionen fürs Theater bereit, doch das Donaustadion bleibt ein Relikt der Zeit?“ Die Fanszene betont, dass sie keine Spaltung zwischen Fußball und Hauptverein will. Dennoch sehen sie dringenden Handlungsbedarf, um die Lizenz für die 2. Bundesliga zu sichern und wirtschaftlich konkurrenzfähig zu bleiben. Ohne Änderungen drohten Abstiege und ein Rückschritt für den Verein, warnen die Fans.

Mit dem Fanmarsch wollen die Anhänger ihrer Forderung Nachdruck verleihen. Ziel das Donaustadion, wo um 13 Uhr das Spiel gegen den Hamburger SV angepfiffen wird. Die Fans hoffen, dass ihr Marsch ein klares Signal setzt – nicht nur an die Stadt, sondern an alle, denen der Fußball in Ulm am Herzen liegt.

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