Auf Oberschwabens heiligem Berg, dem Bussen, hielt in diesem Jahr der Lindauer Schönheitschirurg Werner Mang die Fastenpredigt. Statt über Facelifts sprach er in der Wallfahrtskirche über Glauben, Hoffnung und Nächstenliebe.
Mang betonte die „Schönheit des Glaubens“ und rief Promis auf, zu ihrer Spiritualität zu stehen. Für ihn sei die Fastenzeit eine Einladung zu innerer Einkehr, Frieden und Selbstarbeit. Gleichzeitig verteidigte er sein Fach: Die Bodenseeklinik sei „keine Botoxklinik“, sondern helfe Menschen, innerlich zufriedener zu werden.
Am Ende verband Mang Himmel und Handwerk: Ob er selbst in den Himmel komme, wisse er nicht – „aber sicher wird dort ein guter Schönheitschirurg gebraucht“.
In der Vergangenheit hat bereits Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann die Fastenpredigt auf dem Bussen gehalten. Am 8. März 2026 wird der Filmfestival-Gründer und Kino-Urgestein Adrian Kutter als Prediger zu Gast sein. Bekannt für seine Leidenschaft für Filmkunst und kulturelle Bildung, dürfte Kutter den Bogen zwischen Film, Kunst und spirituellen Werten spannen.
Die Fastenprediger/-innen sind Nicht-Theologen und in verschiedenen Religionen verwurzelt. Sie kommen aus unterschiedlichen Bereichen der Politik, Gesellschaft, Medien und Wirtschaft. Sie suchen sich eine Stelle aus der Bibel, dem Koran oder anderen wertorientierten Büchern heraus. Über diese Stelle oder diesen Wert predigen sie dann etwa 30 Minuten und stellen ihre Sichtweise zu diesem Textinhalt dar.