Neu-Ulmer Gastronom sitzt in U-Haft: Schwarzarbeit in Millionenhöhe?

Schock in der regionalen Gastro-Szene

Ein 37-jähriger Gastronom aus Neu-Ulm sitzt in Untersuchungshaft. Er soll über Jahre hinweg hunderte Arbeitskräfte illegal vermittelt und dabei Sozialabgaben in Millionenhöhe hinterzogen haben. Die Ermittlungen laufen seit einer Kontrolle bei einem Streetfood-Event in Ulm.

Im Zusammenhang mit umfangreichen Ermittlungen gegen Schwarzarbeit haben Zoll und Staatsanwaltschaft einen 37-jährigen Gastronomen aus Neu-Ulm festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, zwischen 2021 und 2025 rund 300 Arbeitskräfte für Catering- und Eventeinsätze vermittelt zu haben, ohne diese ordnungsgemäß bei den Sozialversicherungen anzumelden.

Ermittler decken mutmaßliches Schwarzarbeitssystem auf

Nach Angaben der Ermittler soll dadurch ein Schaden von mindestens einer Million Euro entstanden sein. Eine erforderliche Erlaubnis zur Arbeitnehmerüberlassung habe der Mann nicht besessen.

Erstmals ins Visier der Behörden geriet der Gastronom im Jahr 2024 bei einer Kontrolle auf einem Streetfood-Markt in Ulm. Dabei fielen Unstimmigkeiten bei der Beschäftigung von Personal auf, woraufhin umfangreiche Prüfungen eingeleitet wurden.

Löhne per App, Abrechnungen im Chat

Im Verlauf der Ermittlungen ergaben sich Hinweise auf ein ungewöhnliches Abrechnungssystem: Löhne sollen teilweise per Messenger verschickt, über Zahlungsdienste oder bar ausgezahlt worden sein. Bei Durchsuchungen wurden Bargeld, Schmuck und weitere Vermögenswerte sichergestellt.

Der Beschuldigte befindet sich seit Ende März in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen von Zoll und Steuerfahndung laufen.

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