Vom Mittwoch, 7. Oktober, bis Samstag, 10. Oktober 2026, findet erstmals das Internationale Filmfestival Ulm statt. Gefeiert wird im Cocomo Club in der Ulmer Innenstadt. In dessen Räumen befand sich früher das historische Kino Kammerlichtspiele. Anlass für das neue Festival ist das 15-jährige Bestehen der Film Commission Region Ulm.
Als Eröffnungsfilm läuft am Mittwoch, 7. Oktober, „Strange River“. Die spanisch-deutsche Produktion wurde unter anderem in Ulm gedreht und beim Filmfest München ausgezeichnet. Auch weitere Filme im Programm sollen teilweise einen Bezug zu Ulm haben. Gezeigt werden internationale Kurz-, Spiel- und Dokumentarfilme. Die Eröffnungsgala ist eine geschlossene Veranstaltung. Das komplette Programm soll zeitnah veröffentlicht werden. Ob Preise vergeben werden, ist noch nicht klar.
Von Mittwoch bis Freitag läuft das neue Internationale Filmfestival mit Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilmen. Am Samstag, 10. Oktober, endet die Veranstaltung mit einem eigenen Kurzfilmfestival, dem „Stickman Filmfestival“. Organisiert wird es von jungen Filmschaffenden aus der Region.
Die Film Commission Region Ulm wurde 2011 ins Leben gerufen und war zunächst bei der IHK Ulm angesiedelt. Seit 2021 gehört sie zur Abteilung Wirtschaftsförderung der Stadt Ulm und wird von der MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg unterstützt.
Die Film Commission berät Filmschaffende und Filmproduktionsfirmen, vermittelt Kontakte und informiert unter anderem zu Produktionsstrukturen, Dienstleistern, Genehmigungsverfahren und Drehorten. Ziel ist es, die Region Ulm als Film- und Medienstandort zu stärken. Geleitet wird sie aktuell von Sybille Gänßlen-Zeit.
Das Internationale Filmfestival Ulm soll keine einmalige Sache bleiben: Ab Frühjahr 2027 ist eine regelmäßige Fortsetzung geplant. Das Festival geht auf eine Initiative der jungen Filmemacherin Shaam Joli im Internationalen Ausschuss der Stadt Ulm zurück.
Hinter der Veranstaltung stehen mehrere Partner aus der Region. Beteiligt sind unter anderem der Internationale Ausschuss, die Wirtschaftsförderung und die Film Commission der Stadt Ulm, das Kulturamt, die Veranstalter des Stickman Festivals, das Central-Center Kino Ehingen und das Ulmer Team Chancengerechtigkeit und Vielfalt.
Damit wächst die Filmfestival-Landschaft in der Region weiter. Neben den Biberacher Filmfestspielen, den Filmtagen Oberschwaben, den ulmfilmtagen und dem noch jungen Stickman Filmfestival aus Ehingen, das jetzt auch in Ulm gastiert, kommen zwei weitere Formate dazu: das neue KI-Filmfestival in Biberach und eben jetzt das angekündigte Internationale Filmfestival Ulm.
Filmfestivals sind dabei mehr als ein paar zusätzliche Kinoabende. Laut der AG Filmfestival, dem Verband der Filmfestivals in Deutschland, sind sie ein wichtiger Teil der Filmkultur und Filmwirtschaft. Sie bringen Filme zum Publikum, schaffen Begegnungen und Austausch und geben auch Produktionen eine Bühne, die es sonst schwerer ins reguläre Kinoprogramm schaffen. Für Ulm bietet ein eigenes Festival damit auch die Chance, regionale Filmschaffende, Produktionen und die Region als Drehort sichtbarer zu machen.
Also: Ab ins Kino!