Der Mannheimer Stadtrat Julien Ferrat von der Wählervereinigung „Die Mannheimer“ sorgt mit einem ungewöhnlichen Vorschlag für Diskussionen: Er möchte im Mannheimer Rathaus eine Swingerparty unter dem Motto „Ein FKK-Swinger-Paradies für Mannheim“ veranstalten.
Das Rathaus sei zentral gelegen und deshalb aus seiner Sicht für eine solche Veranstaltung gut geeignet. Außerdem argumentiert Ferrat, dass es keine Hausordnung oder kommunale Satzung gebe, die Swingerpartys im Rathaus ausdrücklich verbiete.
Einen offiziellen Antrag auf die Nutzung der Räume hat der Stadtrat bislang allerdings noch nicht gestellt.
Die Stadt Mannheim reagiert zurückhaltend. Nach den bislang bekannten Informationen gebe es erhebliche Zweifel daran, ob die Veranstaltung überhaupt zulässig und durchführbar sei. Die Stadt hat Ferrat bereits um weitere Informationen gebeten. Wann und auf welcher Grundlage über einen möglichen Antrag entschieden werden könnte, ist bislang offen.
Ferrat will sich davon nicht abschrecken lassen. Nach eigenen Angaben hätten sich bereits erste Interessenten gemeldet. Sollte das Rathaus als Veranstaltungsort nicht möglich sein, soll die Swingerparty notfalls in privaten Räumen stattfinden.
Hinter seinem Vorstoß sieht Ferrat auch einen wirtschaftlichen Nutzen. Ein „FKK-Swinger-Paradies in Mannheim“ könne seiner Einschätzung nach Millionen in die Stadtkasse bringen. Wie diese Summe zustande kommen soll, erläuterte er nicht näher.
Auch einen geplanten Aufruf im Mannheimer Amtsblatt stoppte die Stadt zunächst. Begründung: Die Angaben könnten für Leser möglicherweise irreführend sein. Ferrat will den Beitrag nun überarbeiten und erneut einreichen.
Sollte die Stadt seine Pläne schließlich untersagen, kündigte der Stadtrat bereits rechtliche Schritte an. Notfalls wolle er nach eigenen Worten bis vor das Bundesverfassungsgericht ziehen.