Frauenforum fordert mehr Sicherheit an Ulmer "Angsträumen"

Mehr Licht, mehr Übersicht, mehr Präsenz

Nach einem Stadtrundgang mit Oberbürgermeister Martin Ansbacher, Stadtverwaltung und Polizei fordert das Frauenforum Ulm weitere Verbesserungen an Orten, an denen sich viele Menschen unsicher fühlen. Im Fokus stehen unter anderem der Bahnhofsvorplatz, das Ehinger Tor und die Sedelhöfe.

Das Frauenforum Ulm will sogenannte Angsträume in der Stadt stärker in den Blick nehmen. Bei einem gemeinsamen Rundgang mit Oberbürgermeister Martin Ansbacher, Vertretern der Stadtverwaltung und der Polizei wurden mehrere Orte besucht, die in einer Umfrage als besonders unsicher genannt worden waren. Dazu zählen unter anderem der Bahnhofsvorplatz, der Bahnhofssteg, die Schillerstraße, das Universum Center, das Ehinger Tor, der Kobelgraben und die Sedelhöfe.

Aus Sicht des Frauenforums braucht es an solchen Stellen vor allem bessere Beleuchtung, mehr Übersichtlichkeit, Notrufmöglichkeiten, Sauberkeit und eine stärkere Präsenz im öffentlichen Raum. Auch Videoüberwachung und digitale Begleitangebote wurden bei dem Rundgang diskutiert. Das Frauenforum begrüßt zwar bereits eingeleitete Maßnahmen der Stadt, fordert aber mehr Transparenz und eine aktivere Kommunikation darüber, was bereits geplant oder umgesetzt ist.

Unterführungen besonders im Fokus

Ein Schwerpunkt lag auf Unterführungen. Das Frauenforum spricht sich dafür aus, solche Wege künftig möglichst zu vermeiden. Wo das nicht möglich ist, sollen sie besser beleuchtet, übersichtlicher gestaltet und technisch nachgerüstet werden. Positiv bewertet das Frauenforum, dass die Unterführung am Ehinger Tor im Zuge der Umbaumaßnahmen zurückgebaut und durch ebenerdige Querungen ersetzt werden soll.

Langfristig fordert das Frauenforum eine feste Sicherheitsstrategie für Ulm. Dazu gehören regelmäßige Begehungen, ein dauerhafter Austausch zwischen Stadt, Polizei und Stadtgesellschaft sowie eine digitale Meldemöglichkeit für Angsträume. OB Martin Ansbacher betont, die Stadt nehme die Hinweise ernst. Unter anderem würden weiterer Videoschutz am Bahnhofsvorplatz und in der Unterführung der Sedelhöfe geprüft.

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