Fridays for Future heute auf dem Ulmer Münsterplatz

Auf dem Münsterplatz sind heute um 15 Uhr Aktionen von Fridays for Future Ulm/Neu-Ulm, anlässlich des von US Präsident Biden initiierten Online Klimagipfles, dem „Leaders Summit on Climate“.

Wegen des Online Klimagipfels, zu dem US Präsident Biden eingeladen hat, protestieren weltweit Aktivisten unter den Hashtags #nomoreemptypromises und #nomoreemptysummits für den Klimaschutz. Fridays for Future, und damit auch die Ulm/Neu-Ulmer Gruppe, macht an diesem Tag mit zahlreichen kreativen coronakonformen Aktionen auf ihre Forderungen an alle eingeladenen Staaten aufmerksam. Die Bewegung erwartet ein Ende von Investitionen in fossile Energieträger und ein klares Bekenntnis zur schnellstmöglichen Klimaneutralität, dem zeitnah effektive Taten folgen müssen.

Wichtige Länder sind nicht eingeladen zum wichtigsten Klimakongress

Präsident Biden hat 40 Staatschef*innen zum Leaders Summit on Climate eingeladen, um die Bemühungen der großen Industriestaaten zur Bewältigung der Klimakrise zu bündeln. Das Treffen gilt als wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Klimakonferenz der Vereinten Nationen (COP26) im November in Glasgow, welcher als wichtigster Klimakongress des Jahres gehandelt wird. Problematisch ist, so kritisieren die Aktivisten, dass viele der Länder, die bereits jetzt unter den Folgen einer 1,2 Grad wärmeren Welt leiden, nicht eingeladen wurden und somit ihre Stimmen ignoriert werden.

„Mein Land ist von Taifunen und Dürren verwüstet worden. Ich habe Angst, in meinem eigenen Schlafzimmer zu ertrinken, weil die Staats- und Regierungschefs, vor allem aus dem Globalen Norden, ständig leere Versprechungen ausspucken und Gipfeltreffen abhalten, um sich für weit entfernte Netto-Null-Ziele zu beglückwünschen. Ihre vagen Ziele und Pläne bedeuten nichts für uns, die wir jeden Moment unser Leben verlieren können. Klimagerechtigkeit bedeutet, auf die Wissenschaft zu hören und auf die Menschen, die am meisten betroffen sind. Obwohl viele von uns nicht zu Ihrem Gipfel eingeladen waren, werden wir dafür sorgen, dass Sie uns trotzdem hören.“, so Mitzi Jonelle Tan, Philippinen.

Klimagerechte und lebenswerte Zukunft

Fridays For Future setzt sich solidarisch für eine klimagerechte, lebenswerte Zukunft für alle ein. Dabei versteht sich die Bewegung als Sprachrohr der Wissenschaft, die zeigt, dass eine Begrenzung der Erderhitzung auf 1,5 Grad essentiell ist. Im Gegensatz zum Leaders Summit on Climate möchte Fridays For Future auch speziell betroffenen Leuten deren Stimme stärken. Megaphon und brennende Erden als Symbole des Aktionstags verdeutlichen die Kritik der Aktivisten. In Ulm sollen sehr viele brennende Erden auf dem Münsterplatz zu sehen sein.

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