Friedhöfe sollen insektenfreundlich werden

Modellprojekt im Südwesten

Blumenwiesen oder Streuobstwiesen auf Friedhöfen? Mit einem Modellprojekt vom Naturschutzverband BUND soll das Leben für Insekten schöner werden. Auch die Stadt Biberach macht mit.

Auf ausgewählten Friedhöfen im Südwesten sollen künftig kleine Paradiese für Schmetterlinge, Wildbienen und andere Insekten entstehen. Bestimmte Gräber und freie Flächen werden dabei mit geeigneten Stauden, Blumen oder Hecken versehen – der Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) hat dafür am Mittwoch in Heidelberg sein Projekt «Insektenfreundlicher Friedhof» vorgestellt.

Der Friedhof Handschuhsheim ist einer von vier Friedhöfen im Land, die dafür ausgesucht wurden. Ebenfalls dabei sind der Stadtfriedhof Biberach an der Riß, der Waldfriedhof in Singen und der Hauptfriedhof Stuttgart.

Angedacht sind beispielsweise Blumenwiesen oder sogar Streuobstwiesen, sofern die Friedhofsflächen dafür groß genug sind, sagte Projektbetreuerin Melanie Marquardt. Freiflächen entstünden zunehmend, weil sich immer weniger Menschen beerdigen lassen wollten, sagte die BUND-Landesvorsitzende Sylvia Pilarsky-Grosch.

Für jeden Friedhof wurden zudem vier nicht genutzte Mustergräber ausgesucht, auf denen insektenfreundliche Gewächse gepflanzt werden. Für das auf drei Jahre angelegte Projekt stehen nach Marquardts Worten rund 240 000 Euro zu Verfügung, finanziert aus Eigenmitteln und Mitteln der Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg.

Zunächst waren die am Ort schon vorhandenen Wildbienen- und Schmetterlingsarten erfasst worden. In einigen Jahren soll nach Marquardts Worten erneut geschaut werden, wie es um den Bestand der Wildbienen und Schmetterlinge auf den Friedhöfen bestellt ist und ob sich auch neue Arten ansiedeln konnten. Mit dem Projekt soll auch ein Zeichen gegen das Insektensterben gesetzt werden.

Das könnte Dich auch interessieren

25.03.2025 Illegale Müllablagerung bei Attenweiler: Polizei ermittelt gegen 18-Jährigen Ein aufmerksamer Zeuge hat am Montagvormittag eine illegale Müllablagerung in einem Waldstück bei Attenweiler entdeckt. Der Abfall lag am Waldrand nahe eines unbefestigten Weges, nur wenige Meter von der B312 entfernt, zwischen dem Ort und dem Teilort Gutershofen. Nach Angaben der Polizei handelt es sich um rund einen halben Kubikmeter Müll. Unter dem Unrat fanden 24.03.2025 Mehr Läusefälle in der Region Im Kreis Sigmaringen haben sich die Kopflaus-Fälle im Vergleich zum Vorjahr fast verdreifacht. Allein im Januar und Februar 2025 wurden dem Gesundheitsamt 56 Fälle gemeldet – deutlich mehr als im gleichen Zeitraum 2024. Die meisten Meldungen kamen aus Schulen und Kindergärten. Auch im Kreis Biberach wurden seit Jahresbeginn 57 Fälle aus 27 Einrichtungen gemeldet. Der 14.04.2025 Anklage gegen mutmaßliche Callcenter-Betrüger Fast genau ein Jahr nach der Zerschlagung eines riesigen Netzwerks von Telefonbetrügern ist gegen die mutmaßlichen Betreiber eines Callcenters im Kosovo Anklage erhoben worden. Wie das bei der Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe eingerichtete Cybercrime-Zentrum Baden-Württemberg mitteilte, wird den beiden Kosovaren im Alter von 33 und 26 Jahren gewerbsmäßiger Bandenbetrug in mehreren Fällen vorgeworfen. Sie sollen sich vor 04.04.2025 Neue Rettungswache in Biberach feierlich eingeweiht Nach über zehn Jahren Planung ist es endlich so weit: Der DRK-Kreisverband Biberach hat am Freitag (04.04.2025) die neue Rettungswache in der Marie-Curie-Straße 8 offiziell eingeweiht. Mit dem feierlichen Festakt wurde ein zukunftsweisendes Gebäude seiner Bestimmung übergeben – ein Meilenstein für die Notfallversorgung im Landkreis. „Heute ist ein bedeutender Tag für den Rettungsdienst im Landkreis