Friedwald Biberach: 120 Beisetzungen im ersten Jahr

Letzte Ruhe unter Bäumen

In Biberach feiert der Bestattungswald im Burrenwald sein erstes Jahr. 120 Beisetzungen wurden im rund 50 Hektar großen Bestattungswald schon durchgeführt. Wegen der großen Nachfrage sollen bald 200 weitere Bäume als Grabstätte im Biberacher Friedwald bereitgestellt werden.

Im Friedwald Biberach finden Menschen ihre letzte Ruhe unter Bäumen. Seit einem Jahr sind im Burrenwald naturnahe Beisetzungen möglich – mit großer Resonanz: 120 Beisetzungen wurden seit der Eröffnung begleitet.

Försterin Julia Wodarz kennt den rund 50 Hektar großen Bestattungswald genau. Ob Buche, Eiche, Ahorn oder ein eher außergewöhnlicher Baum wie der Holunder – sie weiß, wo welche Baumart zu finden ist. Als gelernte Försterin war Wodarz von den ersten Vorbereitungen bis zur Eröffnung des Friedwalds dabei und ist seitdem als Friedwald-Försterin tätig. Die Suche nach dem passenden Baumgrab gehört ebenso zu ihren Aufgaben wie die Begleitung von Beisetzungen.

Ruhestätte im Burrenwald

Doch Wodarz ist nicht nur im Trauerfall Ansprechpartnerin. Auch Menschen, die sich bereits zu Lebzeiten für eine Ruhestätte im Burrenwald interessieren, wenden sich an sie. Bei regelmäßigen Waldführungen spricht sie mit Vorsorgenden über deren Beweggründe und Vorstellungen. Zwei Mal im Monat führt sie Interessierte durch den Friedwald und informiert über das Konzept der naturnahen Bestattung.

Träger des Friedwalds ist die Stadt Biberach, die den Bestattungswald vor einem Jahr übernommen hat. Gleichzeitig ist sie Eigentümerin des Waldes und für die forstliche Pflege zuständig, die beim städtischen Forstamt liegt. Für Ralf Miller, Erster Bürgermeister der Stadt und Hospitalverwalter, ist der Friedwald eine wichtige Ergänzung des bestehenden Angebots: Die Nachfrage zeige, dass sich viele Bürgerinnen und Bürger eine naturnahe Alternative zur klassischen Bestattung wünschen.

Aufgrund des großen Interesses sollen in den kommenden Wochen rund 200 weitere Bäume als Bestattungsbäume ausgewählt werden. Dann wird Julia Wodarz erneut gemeinsam mit Angehörigen und Vorsorgenden auf die Suche nach einem passenden Baum für die letzte Ruhe gehen.

Waldführungen

Die nächsten Waldführungen finden am Sonntag, 25. Januar, und am Sonntag, 15. Februar, jeweils um 14 Uhr statt. Anmeldungen sind online oder telefonisch unter 06155/848-100 möglich.

Das könnte Dich auch interessieren

29.01.2026 Ende einer Ära: Pflugkeller in Biberach schließt heute nach über 35 Jahren Nach über 35 Jahren schließt das Traditionsgasthaus Pflugkeller in Biberach seine Türen. Familie Egger verabschiedet sich damit endgültig von ihrem Betrieb, der für seine schwäbische Küche und seine Gastfreundschaft bekannt und beliebt war. In den vergangenen Wochen war das Lokal noch voll ausgebucht, viele Stammgäste nutzten die Gelegenheit, sich persönlich zu verabschieden. Das Gebäude steht 19.01.2026 Jubel in Biberach an der Riß: Biberacherin gewinnt 100.000 Euro Große Freude in Biberach: Eine Bürgerin der Stadt hat bei der Win-Win-Winterverlosung der Deutschen Fernsehlotterie 100.000 Euro gewonnen. Das Glückslos war ein sogenanntes Dauer-Los, das bei der Ziehung ausgelost wurde. Oberbürgermeister Norbert Zeidler gratulierte der Gewinnerin herzlich: „Er oder sie darf sich nun über einen schönen Geldsegen aus einer Lotterie mit kommunalem Touch freuen. Die 18.12.2025 Biberach: Höhere Abwassergebühren ab 2026 Die Schmutzwassergebühr erhöht sich von 1,51 auf 1,93 Euro pro Kubikmeter. Die Niederschlagswassergebühr steigt um fünf Cent auf 54 Cent pro Quadratmeter versiegelter Fläche. Abwasser, das in Anlagen ohne Klärwerksanschluss eingeleitet wird, wird hingegen etwas günstiger und kostet künftig 78 Cent pro Kubikmeter statt bisher 81 Cent. Gestiegene Leistungskosten treffen auch das Abwasser Grund für 11.12.2025 Biberach: Engpässe in der Kinder- und Jugendtherapie – „Jugend Aktiv“ warnt vor Überlastung Im Landkreis Biberach sieht es für Kinder und Jugendliche mit psychotherapeutischem Bedarf aktuell düster aus. „Aktuell gibt es in der Stadt keinen Kinder- und Jugendpsychiater mehr“, warnt der Jugendhilfeträger „Jugend Aktiv“ in seinen jüngsten Jahresberichten für den Zeitraum 2022 bis 2024. Der Verein, der unter anderem in den Bereichen Offene Kinder- und Jugendarbeit, Mobile Jugendarbeit,