Führerloser Lkw auf der Autobahn

A8

Ein führerloser Lastwagen war am Dienstagnachmittag auf der Autobahn 8 bei Ulm-West in Richtung München unterwegs. Offenbar wegen eines medizinischen Problems wurde der 26-jährige Fahrer während der Fahrt bewusstlos und sein Lastwagen schlingerte führerlos über die Autobahn.

Das besonnene Verhalten der anderen Autofahrer und auch eine gehörige Portion Glück ließen den Unfall glimpflich ausgehen. Nachfolgende Autofahrer verständigten über den Notruf Polizei und Rettungsdienst mit den Worten „Der Lkw rollt noch“. Die ausrollende Sattelzugmaschine geriet auf den letzten Metern auf die linke Fahrspur und rollte dort an der Betongleitwand aus.

Ersthelfer kümmerten sich vorbildlich um den bewusstlosen Lastwagenfahrer im Führerhaus, während andere Lkw-Fahrer bereits mit Unterlegkeilen verhinderten, dass der Lastwagen sich wieder in Bewegung setzen konnte. Nach einer ersten Behandlung durch den Notarzt noch im Führerhaus erlangte der Fahrer sein Bewusstsein wieder. Neben dem Lastwagen baute die Feuerwehr Dornstadt eine Rettungsplattform auf, dieses kleine Gerüst ermöglicht den Zugang zum Fahrerhaus auf gleicher Höhe. Die Feuerwehr Ulm war mit ihrem Rüstzug ebenfalls vor Ort und der Mobilkran der Ulmer Feuerwehr stand an der Ausfahrt Ulm-West bereit, falls schweres Gerät zur Rettung benötigt wird.

Vom Notarzt und Rettungsdienst-Mitarbeitern gestützt konnte der Lkw-Fahrer so die wenigen Schritte bis zur bereitstehenden Trage selbst laufen. Nach einer eingehenden Untersuchung im Rettungswage wurde der Mann in ein Krankenhaus gebracht.

Die in Rumänien zugelassene Sattelzugmaschine war offensichtlich absolut neu und ohne Sattelauflieger unterwegs. Bei der Unfallaufnahme stellte die Polizei schließlich fest, dass durch die Form der Betonwand der Reifen der Sattelzugmaschine abgebremst wurde und der Rest des Lastwagen vollkommen unbeschädigt blieb. Ein Feuerwehrmann fuhr die Sattelzugmaschine vorsichtig von der Betonwand weg, die Autobahnpolizei sperrte kurzzeitig die Autobahn, damit der Lkw rund 200 Meter entgegen der Fahrtrichtung zur Autobahnmeisterei Dornstadt gefahren werden konnte. Dort steht der Lastwagen geschützt und wartet auf einen Ersatzfahrer.
Während der Rettungsarbeiten mussten zeitweise zwei Fahrspuren gesperrt werden, es bildete sich ein etwa einen Kilometer langer Stau, nach weniger als einer Stunde war die Unfallstelle wieder geräumt.

Text/Foto: Thomas Heckmann

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